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Freudenstadt Auch Instrumente brauchen "Mundschutz"

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Abstand halten müssen auch die Musiker der Stadtkapelle bei den Proben auf der Bühne des Kurtheaters.Foto: Altendorf-Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stadtkapelle Freudenstadt hat ihre Probenarbeit wieder aufgenommen. Doch mit Normalität hat das Ganze nichts zu tun.

Freudenstadt. Die Musiker sowie ihr Dirigent nehmen es jedoch mit Humor, und so wurde am ersten Probetag oft und viel gelacht, und außerdem konnten alle feststellen: "Wir haben nichts verlernt". Wo und wie wird man proben können? Was ist dabei zu beachten und wie können alle Hygienemaßnahmen umgesetzt werden?

Das waren Fragen, mit denen sich der Vorstand im Vorfeld beschäftigen musste, denn für die Blasmusik gibt es verschärfte Vorschriften. Ein großes Problem sind dabei die Mindestabstände. Sie sind bei Musikern erhöht. Es müssen mindestens 2,50 Meter zwischen den einzelnen Musikern vorhanden sein, und die Vorgabe der Raumfläche sind zehn Quadratmeter pro Musiker. Das machte die Suche nach einem Proberaum nicht gerade einfach.

Letztlich tat sich jedoch ein Türchen für die Stadtkapelle auf. Sie darf seit vergangener Woche und bis zu den Sommerferien auf der Bühne des Freudenstädter Kurtheaters proben. Da derzeit keine Vorstellungen sind, funktioniert das. Aber selbst auf der Bühne und wegen der erlaubten Obergrenze von nur 20 Musikern sind nur Ensembleproben möglich, was für Dirigent und Musiker ungewohnt ist. Aber es bietet auch die Möglichkeit, echte Ensemblestücke einzustudieren. Aber dazu musste der Verein auch wieder extra neue Noten anschaffen. Die weiteren Vorgaben betreffen die Akteure selbst. Da Dirigent und Querflötenspielerinnen beim Sprechen beziehungsweise Spielen Tröpfchen und/oder Aerosole abgeben, müssen diese während der Probe einen Gesichtsschutz tragen.

Die Blechbläser haben einen "Mundschutz" über den Trichter gestülpt. Meist selbst gemacht, einfach ein Tuch, nicht zu dick, um den Klang so wenig wie möglich zu verfälschen. Die Schlagzeuger dürfen nur die eigenen Sticks und Schlägel benutzen. Nach dem Gebrauch werden die Oberflächen desinfiziert. Jeder Musiker muss außerdem für das Kondenswasser eine Schale mit einem saugfähigen Papiertuch mitbringen. Die Entsorgung des Papiers und die Desinfektion der Schale übernimmt dann nach der Probe der jeweilige Musiker selbst. Auf das Ausblasen des Kondenswasser sollte, wenn es geht, verzichtet werden.

Nach jeder Probe wird zudem der Boden rund um den Stuhl von jedem Musiker desinfiziert, bevor das nächste Ensemble reinkommt. Jeder, der den Proberaum – sprich die Theaterbühne – betritt, muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich seine Hände desinfizieren. Erst auf dem ausgewiesenen Stuhl darf die Maske dann abgezogen werden. Um eventuelle Ansteckungsketten nachvollziehen zu können, werden die anwesenden Probenteilnehmer lückenlos erfasst. Weit auseinander zu sitzen ist für die Musiker dann doch sehr ungewohnt. Jeder spielt quasi für sich allein, kann sich nicht auf das Spiel der anderen verlassen. Der Klang, die Wirkung, die musikalische Atmosphäre schafft eine völlig neue und ungewohnte Situation. "Es hat aber doch ganz gut geklappt", meinte Dirigent Ralf Breßlein zum Abschluss der ersten Probe.

Wie es weitergeht, steht noch in den Sternen

Wie es nach den Sommerferien weitergeht, steht noch in den Sternen, und ob das traditionelle Jahreskonzert im Kurtheater wie gewohnt zum Ende des Jahres stattfinden kann, ist ungewiss. Die Blech- und Holzbläser sowie die Schlagzeuger lassen sich jedoch nicht beirren. "Wir üben jetzt erst einmal, als ob das Konzert stattfinden würde", sagt Christine Schwarz, Vorsitzende der Stadtkapelle. "Wichtig ist uns auch, dass wir wieder ein bisschen musikalisches Miteinander haben."

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