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Freudenstadt Am besten eine Zollstocklänge Abstand auf dem Bau

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Die Gewerkschaft fordert mehr Schutzmaßnahmen gegen Corona auf dem Bau.Foto: IG BAU Foto: Schwarzwälder Bote

Freudenstadt. Auf Baustellen laufen viele Arbeiten weiter: Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche im Kreis Freudenstadt mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter. Darauf weist die Gewerkschaft IG BAU hin.

In der Pressemitteilung appelliert Lukas Oßwald von der IG BAU Südbaden an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. Große Frühstücksrunden im Baucontainer seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt im voll besetzten Bulli zur Baustelle. Jede Baufirma müsse ihren eigenen Pandemie-Plan erstellen.

"Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss unbedingt eingehalten werden – besser ist eine ganze Zollstocklänge: also zwei Meter. Das gilt für alle Bürger – und das muss auch auf dem Bau gelten", so Oßwald. Sollte das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, müsse der Chef spätestens dann auch Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen. Gewohnheiten müssten sich ändern, Es dürfe nicht alles wie gehabt weiterlaufen. Viele Handgriffe, viele Sachen, die "schon immer so waren", gingen jetzt nicht mehr. Arbeitsabläufe müssten sich ändern. Der Schutz der Beschäftigten habe oberste Priorität. Missachte der Chef das, müssten sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen. Dabei helfe die Gewerkschaft, so Oßwald.

Natürlich treffe Corona auch den Bau hart. Das Abstandhalten mache die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, sei aber ein Muss, so Oßwald. Trotzdem zeige sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen.

Damit leisteten die Beschäftigten einen entscheidenden Beitrag zur Stützung der regionalen Wirtschaft. Die Bauarbeiter hielten einen zentralen Wirtschaftszweig im Kreis Freudenstadt am Laufen. Denn wer auch in der Krise für mehr Wohnraum und funktionierende Straßen sorgt, der baut mit seinem Job ein Stück an der Zukunft, so Oßwald.

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