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Freudenstadt "Altes Schlachtross" seit 40 Jahren in der Kommunalpolitik

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Die Vorsitzenden Andreas Zukschwerdt (rechts) und Achim Neubert (Zweiter von links) gratulierten Erich Zanocco (Zweiter von rechts) und Gustav Keinath für insgesamt 75 Jahre Mitgliedschaft bei den Freien Wählern. Foto: Eberhardt Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Tina Eberhardt

Freudenstadt. Zwei außergewöhnliche Ehrungen gab es bei der Hauptversammlung der Freien Wählervereinigung (FWV) Freudenstadt. Seit 40 Jahren ist Erich Zanocco Mitglied der FWV. Die Versammlung war symbolträchtig im Hotel Langenwaldsee, in unmittelbarer Nachbarschaft zu der verwaisten Freibadanlage, deren Schließung die Gemeinderatsmitglieder schweren Herzens mitgetragen hatten.

Im Hotel Langenwaldsee war es auch gewesen, wo Erich Zanocco, der sich selbst als "altes Schlachtross" in der Kommunalarbeit betitelte, seinerzeit in die Freie Wählervereinigung "hineingeschwätzt" worden sei. "Es war für mich immer angenehm bei den Freien Wählern", meinte Zanocco rückblickend. Eine Meinung, die auch Gustav Keinath zu teilen vermochte. Denn er steht dem stattlichen Jubiläum Zanoccos nur wenig nach. Keinath wurde vom Vorsitzenden Andreas Zukschwerdt für 35 Jahre Mitgliedschaft bei den Freien Wählern geehrt. Harmonie und eine immer noch nachhallende Euphorie der Kommunalwahlen bestimmten die Versammlung. Sieben Sitze hatte sich der Verein für den Gemeinderat erhofft, resümierte Andreas Zukschwerdt. Doch es sollte noch besser kommen. "Die Zeit war reif, dass die Freien Wähler mal richtig zuschlagen." Diesen Erfolg hatte man auch keineswegs dem Zufall überlassen. Mit einem umfassenden Marketing-Konzept war man gut aufgestellt.

Dieser Erfolg hatte aber auch seine Schattenseite, wie Kassierer Gustav Keinath mit dennoch ungebrochener Heiterkeit verkündete. Der intensive und professionelle Wahlkampf hatte ein rund 9000 Euro großes Loch in die Rücklagen gerissen. Es gebe trotzdem noch einen erklecklichen Bestand auf dem Konto, meinte Keinath, der seine Spitzen fein und beiläufig platzierte. Der Vorteil der Freien Wähler sei, dass sie finanziell besser ausgestattet seien als die Stadt. Und: "Wir können auch noch den nächsten Wahlkampf finanzieren." Den hatte Hermann John bereits im Blick, nachdem Wolfgang Tzschupke einen umfassenden Rückblick über die Arbeit im Gemeinderat gehalten hatte. Unter anderem ging es dabei um Schuldenstand und Freibadentwicklung. "Der Badesee ist nicht das, was die Bürger gewünscht haben", sagte Tzschupke. Hermann John hingegen rief schon jetzt dazu auf, sich über die Kandidatenliste der nächsten Kommunalwahl Gedanken zu machen. Mehr Freie Wähler und noch mehr Frauen im Kreistag ist sein Motto.

Klare Marschvorstellungen skizzierte John seinen Kollegen auch in anderen Bereichen: Ein Krankenhaus in einem ländlich geprägten Flächenlandkreis sollte in kommunaler und nicht rein profitorientierter Hand bleiben, meinte er. Und das Thema Fachkräfte müsse man weiter auf dem Schirm behalten. Die Regularien wie Rechenschaftsberichte und Entlastungen wurden von den Mitgliedern der Freien Wähler zügig und einmütig abgehandelt.

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