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Freudenstadt "Alters-Hartz-IV" nimmt im Kreis zu

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Die Zahl der Rentner, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen, steigt. Foto: NGG Foto: Schwarzwälder Bote

Die Zahl der Senioren im Kreis Freudenstadt, die trotz Rente auf staatliche Stütze angewiesen ist, steigt.

Kreis Freudenstadt. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin. Die Zahl der Empfänger von "Alters-Hartz-IV" sei innerhalb von zehn Jahren um 38 Prozent gestiegen. Habe es im Kreis Freudenstadt 2008 noch 670 Bezieher von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung gegeben, so seien es im vergangenen Jahr bereits 927 gewesen. Die NGG beruft sich dabei auf Angaben des Statistischen Landesamts. Claus-Peter Wolf, Geschäftsführer der NGG-Region Schwarzwald-Hochrhein, fordert deshalb eine "rentenpolitische Kurskorrektur". Insbesondere die von der Bundesregierung angekündigte Grundrente müsse rasch angepackt werden, um ein Ausufern der Altersarmut auch im Landkreis zu verhindern.

"Die amtlichen Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs. Denn sehr viele Menschen, die wegen Mini-Renten eigentlich einen Anspruch auf die Grundsicherung haben, schrecken aus Scham vor einem Antrag zurück", sagt Wolf. So seien nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bundesweit aktuell bereits 16,8 Prozent der Rentner von Armut bedroht. Im Kreis Freudenstadt wäre das ein Anstieg um Tausende von Rentnern. Ohne Grundrente könnte das Armutsrisiko laut DIW bis zum Jahr 2039 auf 21,6 Prozent steigen – selbst bei einer weiterhin positiven Konjunkturentwicklung.

Eine entscheidende Ursache für dürftige Renten seien niedrige Einkommen. Das liege auch an der Praxis vieler Unternehmen, aus Tarifverträgen auszusteigen und so die Löhne zu drücken. Hinzu komme der Trend zu Teilzeit und Minijobs

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