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Freudenstadt Absturz tut VHS doppelt weh

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Experimentierfreudig: Bei den "Schlaufuchstagen" ist die VHS an den Leistungsgrenzen angelangt. Foto: Rath Foto: Schwarzwälder Bote

Die Corona-Krise hat die Kreisvolkshochschule Freudenstadt schwer gebeutelt. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr tut der Absturz jetzt doppelt weh.

Kreis Freudenstadt. So fasste VHS-Leiter Sascha Falk die Stimmung in der Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses am Montag zusammen. Dabei war’s im Vorjahr noch glänzend gelaufen: 14 Deutschkurse für Zuwanderer mit guter Auslastung, davon drei im hohen Niveau B2 mit 90-prozentiger Erfolgsquote beim Abschluss, acht Kursangebote für die rund 8000 Einwohner, die als Analphabeten gelten oder zumindest eine Lese-Rechtschreib-Schwäche haben, Handy- und Digitalisierungskurse für Senioren sowie die Kinder-Experimentiermesse "Schlaufuchstage", die mit 4900 Besuchern und 362 Workshops am Limit der Leistungsfähigkeit angekommen sei – Landrat Klaus Michael Rückert würdigte die VHS als "sehr agil, gut aufgestellt, besonders gut und besonders günstig". Dazu kam das bekannte Kursprogramm mit Sport, Sprachen, Ernährung, Gesundheit, Bildungsfahrten und mehr.

Mit 33 650 Unterrichtseinheiten rangiere sie nur noch um 350 Stunden unter der Marke, die sie von der Einstufung als "große VHS" trennt. Auch wirtschaftlich lief es gut: Der Zuschussbedarf betrug knapp 300 000 Euro, eine Viertelmillion besser als kalkuliert. Denn die Kursgebühren decken die Kosten zu fast 80 Prozent und damit weit überdurchschnittlich gut ab. Dann kam Corona.

"Nur noch traurig"

Was dann erfolgte, bezeichnete Falk "als nur noch traurig". Da die meisten Referenten Honorarkräfte seien, trugen sie den Ausfall der Kurse aus eigener Tasche. Der VHS sei nur geblieben, sie frühzeitig über Fortbildungsprogramme zu informieren und zu zeigen, wie sie an Fördertöpfe gelangen konnten. Dennoch steige 2020 wohl der Abmangel der Einrichtung. Es sei ein Antrag auf Hilfen gestellt worden.

Darüber hinaus habe die Pandemie und der Stillstand des öffentlichen Lebens die Digitalisierung des Kursangebots "zwangsläufig beschleunigt", so Falk. Seien es 2019 noch sieben Angebote gewesen, die über das Internet abgewickelt worden seien, seien es seit dem "Lockdown" bereits jetzt 35.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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