Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt 19 Züge sind Kreisräten nicht genug

Von
Stadtbahnen im oberen Murgtal und in Freudenstadt sind ab dem Fahrplanwechsel 2022/23 Geschichte. Foto: Schwark

schwarzwaelder-bote.de schickt Sie auf Reisen Zum Gewinnspiel

Kreis Freudenstadt - Wie sieht die Bahnanbindung des Landkreises ab dem Fahrplan 2022/23 aus? Der Technische Ausschuss hat dem Kreistag einstimmig eine Resolution dazu empfohlen. Die Forderung: Es braucht mehr sogenannte Verdichterzüge.

Hintergrund der Diskussion ist, dass die AVG sich ab dem Fahrplan 2022/23 nicht mehr für die Strecke zwischen Forbach und Freudenstadt bewerben will. Stattdessen sollen die Stadtbahnen in Forbach enden. Nun stellte Volker Heepen von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) ein Angebotskonzept für das Murgtal vor. Die NVBW erstellt für das Land die Fahrpläne.

Laut Heepen ist ein Stundentakt zwischen Freudenstadt, Karlsruhe und Rastatt vorgesehen. Dieser gelte nach Landesstandard von 5 bis 23 Uhr. Dazu kämen noch mögliche sogenannte Verdichterleistungen, also weitere Züge etwa in den morgendlichen Hauptverkehrszeiten oder am Wochenende in den Nationalpark.

Wieder konventionelle Waggons?

Vorgeschlagen wurde, dass beispielsweise ein Zug zwischen Karlsruhe und Forbach als Regionalexpress verkehre, wobei er allerdings nur an ausgewählten Orten hält, und dann von Forbach bis Freudenstadt als Regionalbahn alle Haltepunkte bedient. Eine Bedienung von Kirschbaumwasen sei derzeit in Prüfung. Dazu kämen dann noch stündliche Fahrten mit der Stadtbahn (AVG) von Forbach mit Anbindung aller Halte bis in die Karlsruher Innenstadt.

Auf der Murgtalbahn würden dann wieder konventionelle Waggons verkehren, die günstiger seien und mehr Platz böten, sagte Heepen. Zudem gebe es behindertengerechte Toiletten in jedem Waggon. Da diese für größere Geschwindigkeiten ausgelegt seien, ließe sich auf der Strecke zwischen Rastatt und Karlsruhe Zeit sparen. Der Fahrplan 2022/23 entspreche heutigen Bedürfnissen. Außerdem sei auch an Umstiege in den ICE gedacht.

Ruf mit Vorschlag der NVBW nicht glücklich

Kritik gab es von Baiersbronns Bürgermeister und Kreisrat Michael Ruf (CDU). Der neue Fahrplan stelle eine Verschlechterung für Baiersbronn dar. Es würden nicht alle Menschen nach Karlsruhe wollen.

Die Haltepunkte spielten eine wichtige Rolle und die Stadtbahn sei ein wichtiges Bindeglied im Tal. Der Umstieg in Forbach sei ungeschickt und die Verbindung Baiersbronn-Freudenstadt werde nur noch stündlich bedient. Nach den großen Investitionen in die Murgtalbahn sei er damit nicht glücklich.

Karsten Klapheck vom Verkehrsministerium sagte, dass ein Umstieg in Forbach zumutbar sei. Zudem gebe es pro angefangenen 5000 Passagieren nur einen Zug pro Stunde. Freudenstadts Oberbürgermeister und Kreisrat Julian Osswald (CDU) begrüßte die 19 stündlichen Verbindungen nach Karlsruhe. Aber es brauche dringend Verdichterzüge, etwa am späteren Abend und für Schüler.

Auch an Pendler soll gedacht werden

Außerdem sollte bei der schnellen Verbindung daran gedacht werden, dass Pendler auch in den schnellen Zügen beim Mercedes-Benz-Werk in Gaggenau aussteigen können. Heppen sagte, dass derzeit geprüft werde, wo es Verdichterzüge brauche. Dafür benötige die NVBW auch die Hilfe der Kommunen.

Das Landratsamt hatte eine Resolution entworfen. Inhalt: Die Qualität der Zugverbindungen solle mindestens so gut sein wie bisher. Nun kam auf Vorschlag Osswalds noch der Zusatz hinzu, dass die 19 Verbindungen begrüßt würden, aber dass es noch Verdichterzüge brauche – entsprechend den Wünschen der Region.

Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Kreistag die neue Version der Resolution.

Für die Strecke Freudenstadt-Karlsruhe ergibt sich laut derzeitiger Konzeption ab 2022/23 mit einer normalen Verbindung eine Fahrtzeit von 1:33 Stunde, in einem schnelleren Regionalexpress 1:24 Stunde. Derzeit braucht der Eilzug 1:26 Stunde, die Stadtbahn 1:53 Stunde. Auf der Gegenrichtung würden mit dem neuen Fahrplan Zeiten von 1:27 Stunde und 1:20 Stunde erreicht werden. Bisher liegen die Zeiten bei 1:27 Stunde mit dem Eilzug und 1:56 Stunde mit der normalen Stadtbahn.

Artikel bewerten
5
loading
 
 

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading