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Freudenstadt 13 tote Rinder nach großem Scheunenbrand

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Foto: Feuerwehr

Freudenstadt-Dietersweiler - Etwa zehn Rinder sind bei einem Brand am späten Freitagabend in Dietersweiler qualvoll verendet.

Das landwirtschaftlich genutzte Gebäude in der Langenbrandstraße, etwa 300 Meter vom Ortsrand Dietersweiler entfernt, diente als Stallung für Rinder und als Strohlager. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand die Scheune bereits im Vollbrand. Sie brannte vollständig ab.

40 Tiere bei Brandausbruch in der Scheune

Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs - kurz vor Mitternacht - befanden sich rund 40 Tiere in dem Stalltrakt der Scheune. Unmittelbar neben dem Stallgebäude befanden sich rund 400 Heuballen, welche ebenfalls lichterloh brannten. Ersthelfer der Feuerwehr und des Landwirts öffneten die Türen des Stallgebäudes, sodass sich ein Großteil der Tiere ins Freie retten konnte. Gleichzeitig wurden die ersten Löschmaßnahmen eingeleitet. Zur Unterstützung wurde auch die Feuerwehr Wittlensweiler alarmiert.

Wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte, gestaltete sich sich die Löschwasserversorgung schwierig. Vom Hochwasserbehälter beim Sportheim wurde eine Wasserversorgungsleitung aufgebaut. Des Weiteren wurden ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Dornstetten sowie das Wechselladerfahrzeug "Wasser" der Feuerwehr  Horb nachalarmiert. 

Zusammen mit den Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehr Freudenstadt wurde ein Pendelverkehr eingerichtet, um ausreichend Löschwasser zur Einsatzstelle zu transportieren. Trotz aller Maßnahmen konnte nicht verhindert werden, dass das Stallgebäude völlig zerstört wurde.

13 Rindern konnte nicht mehr geholfen werden

Elf Rinder kamen durch das Feuer ums Leben. Noch in der Brandnacht wurde Dr. Edmund Henssler, Leiter des Kreisveterinäramtes, gerufen, um die geretteten Tiere in Augenschein zu nehmen. Von den rund 25 geretteten Tieren waren drei verletzt und wurden erstversorgt. In den frühen Morgenstunden wurden die Tiere bei Tageslicht nochmals genauer untersucht. Daraufhin mussten zwei Rinder eingeschläfert werden.

Gegen 2 Uhr war der Brand unter Kontrolle und die Nachlöscharbeiten konnten beginnen. Hierzu wurden drei Radbagger zur Einsatzstelle gerufen, um die Heuballen auseinanderzuziehenund ablöschen zu können. Durch die starke Rauchentwicklung mussten diese Arbeiten unter Atemschutz durchgeführt werden, was sich sehr material- und zeitaufwändig gestaltete. Die Arbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.

Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen

Am Stallgebäude selbst durfte auf Anweisung der Kriminalpolizei kein schweres Gerät eingesetzt werden. Hier sollten die Nachlöschmaßnahmen im Hinblick auf die Brandermittlung auf das Nötigste reduziert werden. Aus diesem Grund wurde die Brandstelle im Laufe des Samstags weiträumig abgesperrt und die Feuerwehr blieb im Schichtdienst bis zum Sonntag vor Ort, um immer wieder auflodernde Brandherde abzulöschen. Für die Brandsicherheitswache im Schichtbetrieb wurde auch die Feuerwehr Igelsberg mit einbezogen. Am Montag soll die Spurensicherung durch die Kriminalpolizei fortgesetzt werden.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 100.000 Euro.

Die Feuerwehren aus Freudenstadt, Dietersweiler, Igelsberg und Wittlensweiler waren mit insgesamt 80 Mann und 15 Fahrzeugen unter dem Kommando von Florian Möhrle im Einsatz. Das DRK und der Rettungsdienst sowie die Gebrüder-Gründler-Stiftung waren mit 24 Mann zur Absicherung und Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort. Auch Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Oberbürgermeister Julian Osswald und Bürgermeisterin Stephanie Hentschel waren zum Brandort geeilt, um die Einsatzleitung zu unterstützen. Die Einsatzkräfte an der Brandstelle wurden zustätzlich noch von einem Polizeihubschrauber unterstützt.

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