So sieht Glück aus: „Ich hab mich gefreut wie ’an Kügele“, kommentiert Silvia Roos, die Gauselfinger Ortsvorsteherin, spontan die Baugenehmigung für die neue Halle. Foto: Eyckeler

Die in Gauselfingen lang erwartete Baugenehmigung für die neue Halle am Friedhof ist da. Rathauschefin Silvia Roos freut sich: Die Fördermittel sind damit sicher.

Und außerdem stellt sie im Gespräch gleich mal eins klar: „Am Landratsamt des Zollernalbkreises lag es nicht, dass das so lange gedauert hat“. Vielmehr musste juristisch eben alles abgeklopft werden, um später einen Rechtsstreit wie in Bad Imnau, Teilort der Burladinger Nachbarstadt Haigerloch, zu vermeiden.

 

Schließlich geht es beim Gauselfinger Bürgerhaus für Burladingen und dessen Stadtsäckel um eine Investition von mindestens 2,5 Millionen Euro. Es ist einer der dicksten Brocken im Burladinger Stadthaushalt für 2025.

ELR-Höchstumme für Burladingen

Aber es gibt dafür aus dem ELR-Programm Fördermittel in Höhe von 750 000 Euro. „Wir bekommen die Höchstsumme“, freut sich die engagierte Rathauschefin. Der Bescheid kam, bevor die Fördermittel womöglich verfallen wären.

Der nächste Schritt ist, dass der Burladinger Gemeinderat die ersten Arbeiten für das neue Gauselfinger Bürgerhaus ausschreiben muss. In der Mai-Sitzung wird das nicht mehr klappen, weiß Silvia Roos. Deren Tagesordnung stehe wohl schon fest.

Aber sie hofft auf Juni und wenn die Angebote auf die Ausschreibung eingetrudelt sind, soll der erste Spatenstich im Hochsommer sein. An diesem Terminplan werde im Rathaus schon gefeilt.

Es waren wenig Einsprüche

Einsprüche von Anliegern gegen das Hallenprojekt habe wenige gegeben, berichtet Roos. Einige Bedenken wegen des Natur- und Artenschutzes konnten ausgeräumt werden.

In der Halle wird kein Fußballtraining mehr stattfinden, so wie in der alten neben dem Feuerwehrhaus. Das verringere die Zahl der an- und abfahrenden Autos.

Und: „Da wird ja nun auch nicht jedes Wochenende eine Hochzeit drin stattfinden“, sagt Silvia Roos. Die Haltung des Ortschaftsrates sei ganz klar: „Wir wollen unsere Bürger und Anlieger nicht überfordern und ständig Veranstaltungen, Hochzeiten oder Jubiläumspartys in der Halle haben.“

Die einzige Option, die nach langer Suche übrig blieb: Der Parkplatz in der Nähe von Kirche und Friedhof. Foto: Rapthel-Kieser

Sie verweist auch darauf, dass über ein Jahr intensiv nach einem geeigneten Grundstück gesucht wurde. „Wir haben alle Plätze die die Stadt in Gauselfingen hat angeguckt“, erinnert sie sich.

Aber tatsächlich seien nicht mehr allzu viele Gauselfinger Wiesle oder Plätze in städtischem Besitz. Von denen, die es noch sind, fielen einige raus, etwa weil sie im Hochwasserschutzgebiet liegen.

Benutzungsordnung wird aufgestellt

Letztlich blieb nur der Platz am Friedhof, der noch zentral genug liegt und wo die Nachbarn Abstand haben. Wenn das Gebäude steht, wollen Stadt und Ortschaftsrat von Gauselfingen eine Hallenbenutzungsordnung aufstellen.

Vieles, so meint die Rathauschefin, die dann ihren Amtssitz auch in das neue Bürgerhaus verlegen muss, das nach Hörschwager Vorbild geplant und gebaut wird, werde sich dann einspielen. Und dem einen oder anderen mag es ja vielleicht recht sein, wenn er es nicht so weit zum Rathaus hat.