Lang hat man warten müssen: Dieser Tage wird der endlich Testbetrieb für den Drohnentransport von Laborproben zwischen den Zollernalb-Klinik-Standorten in Albstadt und Balingen aufgenommen.
Im Juni 2024 hatte die Redaktion zuletzt nachgefragt, warum die Inbetriebnahme der Drohen so lang auf sich warten lasse. Damals hieß es vom Zollernalb-Klinikum: „Bei der Betreiberfirma DiAvEn hat das Luftfahrtbundesamt erfolgreich ein Audit für das Drohnenprojekt durchgeführt.“
Der Zulassung stehe daher nichts mehr im Wege, und das Zollernalb-Klinikum warte nun noch auf die offizielle Betriebserlaubnis. Sobald die Erlaubnis da sei, werde man an die Öffentlichkeit gehen.
Jetzt ist die Erlaubnis gekommen: „DiAvEn UG hat als erstes deutsches Unternehmen vom Luftfahrt-Bundesamt die Genehmigung erhalten, mit automatisch fliegenden Drohnen außerhalb der Sichtweite des Fernpiloten über besiedeltem Gebiet zu transportieren“, teilt Beate Fleiner, Klinik-Sprecherin mit.
Luftfahrt hat hohe Standards
Die Genehmigung sei an strikte Auflagen gebunden: „Zum einen müssen die Mitarbeitenden des Klinikums Schulungen bei externen Anbietern aus der bemannten Luftfahrt absolvieren, um im Umgang mit gefährlichen Stoffen geschult zu sein. Und darüber hinaus müssen Verpackung und Containment der transportierten Güter den Standards der Luftfahrt entsprechen.“ Zusätzlich sei eine Haftpflichtversicherung erforderlich, um den Transport abzusichern.
Plan ist, die notwendige Ladeinfrastruktur zu installieren
Der Testbetrieb beginne dieser Tage und umfasse die Bereitstellung von zwei Drohnen in der Testphase. „Geplant ist, die Flugstrecke zwischen den Klinikstandorten Albstadt und Balingen zu erproben und die notwendige Ladeinfrastruktur zu installieren. Zusätzlich werden RTK-genaue Starts und Landungen an beiden Standorten durchgeführt und Flüge mit Nutzlast getestet.“
Am 1. Februar 2025 dann solle der regelmäßige Flugbetrieb beginnen. „Die Onboarding-Phase, die bis zum 1. August 2025 andauert, umfasst die Schulung des Personals des Zollernalb-Klinikums sowie die Durchführung regelmäßiger Flüge. Die Flugfrequenz wird schrittweise erhöht, bis der Regelbetrieb aufgenommen werden kann.“