Eine Pumptrackanlage wollen Schallbacher Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern in Eigenleistung schaffen.
Er habe sich im Internet danach erkundigt, berichtete Bürgermeister Christian Iselin in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend: Dort würden Pumptrackanlagen für 30 000 Euro bis 60 000 Euro angeboten.
In Schallbach dagegen wollten die Jugendlichen mit Hilfe ihrer Eltern eine solche Anlage aus Naturmaterialien in Eigenleistung schaffen. Einen geeigneten Ort, sagte Iselin, gebe es nahe des Bogensportplatzes an der Verbindungsstraße von Schallbach nach Rümmingen. Der Streifen Brachland befinde sich in Gemeindeeigentum.
Die Erdaufschüttungen für die Pumptrackanlage würden maximal einen Meter hoch. Es sei gewährleistet, dass keine fliegenden Pfeile der Bogensportler den Pumptrack erreichen würden. Zudem sei das Bogensportgelände durch einen Wall abgesichert. Drei Jugendliche nahmen an der Gemeinderatssitzung teil, eine Präsentation der geplanten Anlage indes gab es nicht.
Gemeinde stellt Grundstück zur Verfügung
Klar sei, sagte Iselin: Wenn die Gemeinde das Gelände zur Verfügung stelle, sei dies keine private, sondern eine öffentliche Anlage. Jan Westermann fragte, was geschehe, wenn sich ein Jugendlicher dort verletzt. Das, betonte Iselin, werde vorab abgeklärt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das Gelände zur Verfügung zu stellen.
Was die Jugendlichen schaffen wollen
Ein Pumptrack
ist eine künstlich angelegte Mountainbikestrecke, auch befahrbar mit BMX-Rädern. Es geht darum, durch pumpende Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers Tempo aufzubauen, der Pumptrackfahrer steht dabei auf den Pedalen und sitzt nur kurz zum Starten im Sattel. Ein Pumptrack ist ein Rundkurs in flachem Gelände und kann aus Erde, Lehm oder auch asphaltiert angelegt werden. Der etwa ein Meter breite „Biketrail“ ist mit Wellen versehen, weitere Elemente wie Steilwandkurven oder Sprünge können hinzu kommen (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Pumptrack).