Nutzen die Möglichkeit des intuitiven Einschießens: Heinz Hauser und Inge Meister, die gerade von Winfried Erhart eingewiesen wird. Foto: Simon Bäurer

Blumberg hat ein neues Freizeitangebot für Bogenschützen in freier Natur, im Spätherbst 2023 begannen die Vorbereitungen.

Etwa 40 Personen waren am Freitag der Einladung zur Eröffnung des ersten 3-D-Bogenparcours auf der Gemarkung Blumbergs gefolgt. Mit der Frage „Wer hätte gedacht, dass es hier einmal so etwas geben wird?“, begann Initiator Harald Kuttruff seine Begrüßung.

 

Der leidenschaftliche Bogenschütze schätzt es, nach getaner Schreinerarbeit in der Natur den Bogen zu spannen. Im Jahr 2022 wurde dann eine Idee konkret: der Entwurf und Bau eines eigenen Bogens samt Köcher. Als Schreinermeister begeistere ihn das Zusammenspiel von Holz und anderen Materialien, so Kuttruff. Durch seinen kompromisslosen Anspruch an Design, Material und Verarbeitung entstand ein selbst kreierter formvollendeter Bogen in Hybridbauweise.

Zusammenarbeit mit Stadt, Förster und Jäger

Im Spätherbst 2023 sei Harald Kuttruff auf die Stadt Blumberg zugegangen, um die Idee eines Bogenparcours mit dreidimensionalen Zielen vorzustellen, blickte Bürgermeister Markus Keller zurück. Die erste Frage von Seiten der Stadtverwaltung sei damals gewesen, was das überhaupt sei. Nach gemeinsamen Besprechungen, auch stets in guter Zusammenarbeit mit den Förstern und Jägern, sei man auf das perfekte Gelände rund um die Jeisshütte in Riedböhringen gekommen. Nach unzähligen Arbeiten in den vergangenen Monaten sei ein toller Bogenparcours entstanden, sagte Harald Kuttruff nicht ohne Stolz.

Bevor es auf den Parcours geht, können sich gerade die Anfänger an diesem Stand einschießen. Solche 3-D-Tiere dienen auf dem Bogenparcours als Ziele. Foto: Simon Bäurer

Gemeinsam mit seinem Team von Archer’s Best wurde ein circa sechs Kilometer langer Parcours geschaffen. Die als Rundweg in Form einer Acht angelegte Strecke ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Die Bogenschützen können jeweils selbst entscheiden, ob sie die kurze, mittlere oder lange Tour begehen möchten. Die Touren sind zwischen zwei und sechs Kilometer lang und bieten Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Ausblicken in Richtung Feldberg und Billibuck.

39 Stationen, 76 Ziele

Als Zeitansatz sollte man zwischen zwei Stunden für die kurze Tour und viereinhalb Stunden für die lange Tour einplanen, erklärte Harald Kuttruff. Der Bogenparcours bietet derzeit 39 Stationen, in Summe 76 Ziele. Diese sind dabei in Form von 3-D-Tieren im Wald aufgebaut. Ein besonders herausforderndes Ziel sei dabei eine rennende Sau, ein sich auf einer Seilwinde bewegendes Ziel, erklärte Kuttruff. Wer den neuen Bogenparcours erleben möchte, kann im Vesperhiesli in der Ortsmitte von Riedböhringen eine Tageskarte am grünen Automaten für 14 Euro lösen, Kinder bis zehn Jahren sind frei. Anschließend können alle Bogenschützen mit eigener Ausrüstung und nach Zustimmung der Nutzungsbedingungen auf eigene Verantwortung den Parcours durchlaufen. Der ist sowohl für traditionelle Bogenschützen als auch für Compound-Bogenschützen ausgelegt. Auf einer Waldfläche von mehr als 45 Hektar wurden mit viel Gefühl fürs Detail jagdliche Szenen nachgestellt.

Einführung für Anfänger

Nach vorheriger Terminabsprache bietet das Team von Archer’s Best auch Einführungen für Anfänger an. Diese erhalten neben einer theoretischen Einführung zunächst die Möglichkeit zum intuitiven Einschießen und werden die ersten Stationen von einem Teammitglied begleitet. Wer keine eigene Ausrüstung besitzt, hat die Möglichkeit eine Leihausrüstung zu mieten.