Auch in der neuen Saison gibt es viele Angebote für Groß und Klein.
Freude trotz Schneeflocken: Ja! Wir gehen in den Vogelpark! Die zwei- bis fünfjährigen Enkelkinder freuen sich riesig.
Am ersten Öffnungstag steht man dann an der Kasse. Leichte Schneeflocken begrüßen die Besucher, doch das hält uns nicht ab, den Saisonstart mitzuerleben. Auch andere Familien und eine Kindergruppe schlendern durch den Park.
Klar, dass nicht nur die Tiere uns in ihren Bann ziehen, denn es gibt allerlei Plätze, die von Kindern aller Altersgruppen erobert werden. So das Uhu-Labyrinth, das zur Rutsche ins Freie führt, oder die verschiedenen Schaukeln, das Trampolin und die Bobbycarbahn. Gut, dass ein Rundweg Orientierung gibt, so dass auch die Eulen und die rosa Flamingos nicht in Vergessenheit geraten. Sie alle wirken so, als hätten sie sich extra herausgeputzt.
Tiere mit und ohne Gefieder begeistern nicht nur Kinder
Wer genau hinschaut, kann vielleicht auch ein junges Känguru aus dem Beutel der Mutter rausgucken sehen. Die weißen Pfauen schlagen Rad, als ob sie die Sonne herbeilocken wollten. Schön gepflegte und neu angelegte Pfade führen an den Tieren mit und ohne Gefieder vorbei. Was klappert denn da so? In den Baumwipfeln machen sich hunderte von Störchen bemerkbar, die am Nestbau oder schon am Brüten sind. Im Vogelkundehaus zieht eine Gruppe Küken unter der Wärmelampe die Aufmerksamkeit auf sich. Am liebsten würde man sie auf die Hand nehmen, doch sie drängen sich eng aneinander und wirken noch sehr scheu.
Ganz anders in der Sittich-Freiflugvoliere: Kaum fällt die Münze in den Automaten, wird man von einem Schwarm Wellensittiche umringt. Offenbar haben sie nur darauf gewartet. Wir schauen uns noch die Wassertretanlage beim Kräutergarten an. Wie gesagt, Schneeflocken haben uns am Eingang empfangen. Doch alle – auch die Kleinsten – ziehen ihre Schuhe und Strümpfe aus, schieben die Hosenbeine hoch und waten durch das kalte Nass. Der kleine Louis mag gar nicht mehr aufhören und dreht gleich drei Runden.
Ein Blick auf die Uhr sagt uns: Es ist Zeit, zur Flugshow der Falknerei zu gehen. Zum Glück ist der Regen nicht zu schlimm, sonst müsste Falkner Gisbert Kasten die Show absagen.
Höhepunkt ist für viele Besucher die Falknerei
Denn wenn das Gefieder zu nass ist, können die Vögel nicht mehr fliegen. Gisbert Kasten präsentiert mit viel Fachwissen und Leidenschaft Wüstenbussard, Weißkopfseeadler und Kappengeier. Mit Hingabe pflegen er und seine Frau Andrea die Tiere. Auch Besuch von draußen bekommen sie. Der wilde Schwarzmilan hat herausgefunden, dass hier einfacher Futter zu finden ist als in freier Natur.
Zum Abschluss der Show dürfen wir noch einen jungen Waldkauz streicheln, den Andrea Kasten auf ihrer Hand hält. Das darf man natürlich nur im Park, in freier Wildbahn ist menschliche Berührung nicht erlaubt. „Das sind alles unsere Haustiere“ sagt die Falknerin. Es gehe ihnen besser als so manchem Hund oder mancher Katze.
Lustig wird es für die großen und kleinen Besucher im Gehege der Berberaffen. Ganz vorsichtig darf man die flache Hand mit Futter hin halten, das sie sanft greifen.
Kommt da ein Hunger auf? Der Kiosk am Eingang des Parks hat leckere Würstchen und andere Speisen parat, die wir gerne genießen. 14 Grillplätze mit und ohne Schutzhütte können kostenlos reserviert werden. Es darf mitgebrachte Grillkohle verwendet oder am Kiosk erworben werden.
Zum Saisonstart zeigt sich der Park in gepflegtem Zustand. Viele Arbeiten im Hintergrund bleiben für die Besucher des Vogelparks Steinen unsichtbar, tragen aber zum positiven Gesamteindruck bei. Die Anlage liegt in einer Talsenke und ist gut mit Kinderwagen oder Rollstuhl befahrbar; auch ein barrierefreies WC ist vorhanden.
Auf der Homepage www.vogelpark-steinen.de gibt es ausführliche Informationen zum Park. Öffnungszeiten sind täglich von 10 – 17 Uhr, Während der Sommerferien von Baden-Württemberg ist länger geöffnet.