Nach der Sanierung ist nun alles bereit für die Sommersaison. Drei Gemeinderäte waren die ersten, die baden gingen.
Ein Kleinod inmitten der Sportanlagen von Donaueschingen öffnet wieder für Besucher. Fast zwei Jahre dauerte die Sanierung, 2023 war das Parkschwimmbad geschlossen. Doch jetzt gab es bei der Vorab-Eröffnung nur strahlende Gesichter angesichts eines sehr präsentablen Ergebnisses.
Bei der Feier ging Oberbürgermeister Erik Pauly nochmals auf die richtungsweisenden Beratungen und Diskussionen während der Bauzeit ein. Seine Zuhörer waren unter anderem die am Bau beteiligten Handwerker, städtische Angestellte und der Gemeinderat. Ein Blechbläserensemble der Musikschule begleitete die Eröffnung musikalisch.
Mit modernster Technik
Den Gemeinderatsbeschluss in Richtung Gesamtsanierung hob Pauly als ein wichtiges Zeichen für eine langfristige Bestandssicherung des Schwimmbads hervor. Das mit modernster Technik ausgestattete Bad inklusive seiner Badewasseraufbereitung, die Auskleidung der Becken mit Edelstahl, die runderneuerte Rutsche, ein komplett neues Planschbecken mit Spiellandschaft oder die Aufwertung des kleinen Beckens mit einer Wellenrutsche führte er als Beispiele einer erfolgreichen Sanierung an.
Herausforderung für Rat
Pauly sprach von einem tollen Bad für die Menschen aus nah und fern. Auf dem langen Weg der Sanierung habe es sich der Gemeinderat nicht einfach gemacht. Er habe unterschiedliche Varianten wie die Umgestaltung in ein Naturschwimmbad oder Mehraufwendungen in Höhe von 100 000 Euro für die Runderneuerung der Wasserrutsche diskutiert. Finanziell entlastend wirkten die Förderungen von Land und Bund. Ein Signal, dass das Bad auch in touristischer Hinsicht eine Attraktion darstellt, setzte das Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, welches eigens für das Bad Fördergelder locker machte.
Mit Donauquellwasser
OB Pauly besiegelte den erfolgreichen Abschluss der Sanierung, indem er das Parkschwimmbad mit Donauquellwasser einweihte. Derweil nutzten die Fraktionssprecher Michael Blaurock (Die Grünen), Jens Reinbolz (SPD) und Marcus Milbradt (GUB) die Gelegenheit, als erste Badegäste neben ein paar Kindern ins erfrischende Nass einzutauchen. „Unser bisheriges Badedomizil an einem See bekommt ernsthaft Konkurrenz“, sagte Blaurock. Angesichts der gelungenen Sanierung könne er sich vorstellen, in der Stadt Urlaub mit seinem Wohnwagen zu machen.
Genug Personal
Timo Bösinger, der städtische Sachgebietsleiter Sport, zeigte sich glücklich, dass der deutschlandweite Mangel an Badepersonal in Donaueschingen kein Thema sei. Mit drei Schwimmmeistern und ausreichend Badewachen sei der Schwimmbetrieb die gesamte Saison über gesichert. In der Regel sind laut Bösinger zwei Personen vor Ort, bei schlechtem Wetter könne es in Ausnahmefällen nur eine sein. Ansonsten soll das Bad in der Regel täglich geöffnet sein. Bösinger verwies darauf, dass das Parkschwimmbad auch sicherheitstechnisch den modernsten Standards entspreche und technische Hilfsdienste wie die Feuerwehr bei den kleinsten Störmeldungen rasch vor Ort seien.
Im geselligen Teil bereicherten Parkrestaurant- und Badkiosk-Pächter Güney Birdüzer und sein Team die Veranstaltung mit Speis und Trank. Zudem nutzten mehrere Gäste die Möglichkeit, bei Führungen mit den Schwimmmeistern in die Geheimnisse der Technik einzutauchen.
Das Parkschwimmbad
Eröffnung:
Das Parkschwimmbad wird diesen Samstag um 9 Uhr wiedereröffnet. Von 9 bis 18 Uhr ist Badebetrieb, außerdem gibt es Informationsstände der DLRG, des Tauchclubs, des DRK und der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen. Von 11 bis 18 Uhr wird Kinderschminken angeboten, von 11 bis 17 Uhr verschiedene Spielstationen von den Geländespielern aus Bräunlingen. Um 12.30 Uhr steht Aqua-Gymnastik mit der VHS auf dem Programm, um 14 Uhr eine Rettungsübung der DLRG. Anschließend tritt um 15 Uhr die Stadtkapelle Donaueschingen auf. Von 17 bis 21 Uhr darf dann mit DJ Benjamin Klein gefeiert werden.
Neuheiten:
Das Nichtschwimmerbecken wurde etwas verkürzt und um eine über 15 Meter lange Breitwellenrutsche ergänzt. Zudem wurden drei Nackenduschen sowie eine Schaukelbucht im Beckenbereich geschaffen. Im Bereich Kinderbecken laden Wasserspritztiere zum Spielen ein. Ein neuer Wasserspielbereich greift das Thema Donauzusammenfluss auf. Zudem gibt es Bodenspritzdüsen, Wasserkanäle und Stauanlagen sowie einen Wasser-Matsch-Bereich. Neu ist auch ein Sandspielplatz mit einem Holzspielgerät. Für mehr Barrierefreiheit wurden ein Blindenleitsystem im neuen Pflasterbelag und Einstiegsrampen in die Becken installiert.
Kosten:
In die Modernisierung des Bades sind 7,8 Millionen Euro geflossen. Zwei Millionen davon stammen aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend, Kultur“ des Bundes, 1,4 Millionen Euro aus dem Tourismusinfrastruktur-Programm des Landes, und für die neuen Fahrradstellplätze gab es 50 000 Euro Förderung aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.