Bummeln und Kaufen machte Laune im Klosterareal bei Prachtwetter. Foto: Winnie Gegenheimer

Der Kunsthandwerkermarkt in Bad Herrenalb sorgt für zufriedene Gesichter bei der Touristik der Kurstadt.

Da war wieder mal richtig was los im Städtchen. Womit am Dauerregenfreitag niemand gerechnet hätte, das wurde von Samstag bis Pfingstmontag wahr: Tausende Besucher strömten zum Kunsthandwerkermarkt samt zahlreicher Zusatzangebote nach Bad Herrenalb, bevölkerten dicht an dicht das Areal vom Kurhaus bis in die Klosterstraße. „Die Stimmung ist top, was will man mehr?!“ war Markus Lang von der Touristik richtig zufrieden.

 

Zusatzangebote Egal ob Crêpes, Burger oder Bratwurst, es bildeten sich Schlangen an den Imbissständen. Beim örtlichen Caterer kam gute Laune auf bei guter Nachfrage: „Wir haben eine junge Truppe, da macht die Arbeit Spaß und bei dem sonnigen Wetter erst recht.“ Kinder feierten ein Wiedersehen mit dem Karussell auf dem Rathausplatz oder bastelten bei „Thomy, dem gut aussehenden Weltenbummler“ – Betonung auf gut aussehend! – kostenfrei Tonfiguren oder Windlichter aus Blechdosen. Die Großen stöberten auch in den Angeboten der geöffneten Läden in der Klosterstraße, bestaunten die von Christa Sagawe mit viel Liebe zum Detail gestaltete 875 Jahre-Ausstellung im geöffneten Ziegelmuseum oder lauschten den die musikalischen Darbietungen wie jener von „Silberschatten“.

Regional und international – die Porträts von Gabriele Morgenstern zogen die Blicke auf sich. Foto: Winnie Gegenheimer

Kunsthandwerk von A bis Z Zuallererst aber interessierten sich die Besucher für die Auslagen der rund 50 kunsthandwerklichen Aussteller. Da lud Handwerk von Bürsten und Besen über Leder, Fell und Schmuck bis Tiffanyobjekten, Seifen, genähter Babykleidung und handgefärbter Wolle zum Bewundern und Kaufen ein.

Der achtjährige Milan aus Palmbach bot seine Antistressbälle an, die er selbst aus Mehl und Luftballons gefertigt hatte – um seine Urlaubsspardose zu füllen - und der fast 80-jährige Hans-Jürgen Boer aus Mannheim hatte einige neue Schmuck- und Haushaltskreationen aus altem Besteck im Gepäck. „Wir bleiben Bad Herrenalb treu!“ sprach er auch für seine Ehefrau, mit der er seit Jahrzehnten in die Siebentälerstadt kommt.

Besonderes und Regionales Außergewöhnliches gab es bei Daniela Simon aus Rheinstetten zu erwerben: Sie fertigt „Crawling Beauties“, filigrane Kunstwerke mit präparierten Insekten und getrockneten Blumen in Gläsern, Rahmen und Kistchen.

Charakteristische Bollenhüte

Regionale Hingucker waren die großen und kleinen Porträts der Bad Herrenalberin Gabriele Morgenstern, vom Mini-Paradies auf Mini-Staffelei über Wiesenblumenbilder bis zu ihrer Nordschwarzwald-Rehfamilie mit den charakteristischen Bollenhüten. „Es ist eine ganze Familie!“ verriet sie schmunzelnd, „Marie, Julius, Maximilian und Xaver. Und demnächst kommt noch Nachwuchs dazu!“

Beschicker sehr zufrieden Der Samstag noch ein bisschen durchwachsen vom Wetter und der Besucherzahl her, waren die Beschicker dennoch sehr zufrieden: „Samstag kamen gezielt kaufinteressierte Gäste. Am Sonntag und Montag war bei den Pfingstausflüglern vor allem Bummeln und Flanieren angesagt.“ Tatsächlich kamen die Menschen auch aus einem weiteren Umkreis, neben Bad Herrenalb und der Region waren solche aus Baden-Baden oder Waldenbuch anzutreffen.

Schwierige Parksituation Einziger Wermutstropfen war die Parksituation am Sonntag: Weil zeitgleich auf den Discounterparkplätzen ein großer Trödelmarkt stattfand, waren die Parkflächen in und um die Stadt erschöpft. Teilweise bildeten sich lange Autoschlangen und selbst das Durchkommen wurde zur echten Herausforderung.