Zirkusdirektor und Clown Jeffrey Bügler und Djiego Angelito, Artist und Tierpfleger, freuen sich auf ihre Vorstellungen mit neuem Programm im neuen Zirkuszelt. Foto: Kaletta

Unter dem Motto „One World“ gastiert das seit 1811 bestehende Familienunternehmen Circus Enrico in der Kurstadt.

Zum siebten Mal sind sie mit seinem Winterprogramm zu Gast. „In diesem Jahr ist alles neu“, berichtet Jeffrey Bügler, Zirkusdirektor in der neunten Generation.

 

Das diesjährige Motto ist neu, mit dem Hintergedanken, den Besuchern mit einem faszinierenden Programm über zwei Stunden in eine zauberhafte, fröhliche und glückliche Welt zu entführen, für zwei Stunden den Alltag hinter sich lassen.

Neu ist auch die Zeltanlage, in der statt wie bisher 500 nun 900 Personen Platz haben. Das Zelt, hergestellt in Italien, ausgestattet mit effektvoller Beleuchtung und gut geheizt, keiner muss darin frieren.

Bereits im Vorfeld ist eine gemütliche Atmosphäre zu spüren, hier wurde mit hübscher Dekoration ein kleiner Weihnachtsmarkt eingerichtet, auf dem heiße und kalte Getränke angeboten werden sowie süße Köstlichkeiten. Neu ist auch, dass die Besucher trockenen Fußes in das Zelt gehen können.

Trittfester Boden

„Eine Schlammschlacht, so wie es schon mal vorgekommen ist, wird es nicht mehr geben“, erzählt Bügler. Keine Kosten habe man gescheut, um den Weg ins Zelt mit trittfesten Kunststoffplatten auszulegen, darüber einen weichen Teppichboden. Das Areal um das Zelt werde bei Dunkelheit bunt beleuchtet.

Das aufwendige Aufbauen ist für die Familie auf dem Gelände in der Kurstadt inzwischen zur Routine geworden. Innerhalb von sechs Tagen war alles erledigt, alle acht Familienmitglieder haben tüchtig mitangepackt. Die Stromversorgung wurde von Fachleuten durchgeführt.

Rund 250 Tonnen Stahl bewegt

Angereist ist das Unternehmen mit 28 Fahrzeugen aus Freudenstadt. Bewegt wurden dabei alles in allem rund 250 Tonnen Stahl. In diesem Jahr werde auch ein neues Programm präsentiert. „Wir haben Artisten nahezu aus aller Welt, im Alter von 17 bis 43 Jahren, darauf sind wir stolz“, so der Zirkusdirektor.

Tiere, wie Kamele, Alpakas und Dromedare gehören dazu. Um ihr Wohlergehen kümmert sich Tierpfleger und Artist Djiego Angelito. Landwirte rund um Bad Dürrheim spenden gerne das Futter für die Tiere. Unangemeldet komme immer wieder das Veterinäramt zur Kontrolle. Es habe noch nie Beanstandungen gegeben.

Freude über sieben Jahre

„Wir sind sehr dankbar, dass wir in Bad Dürrheim seit sieben Jahren so herzlich und freundschaftlich aufgenommen werden auch Sponsoren stehen uns stets zur Seite“, freut sich Jeffrey Bügler. Er selbst schlüpft bei den Vorstellungen, wenn er seine schmucke Uniform ausgezogen hat, in das lustige Kostüm des Clowns und macht in der Manege seine Späße. „Das kann ich nicht lassen, das ist mein Leben“, versichert er. „Wenn die Zuschauer lachen und ich in strahlende Kinderaugen sehe, geht für mich die Sonne auf“, bestätig er.

Nach der Vorstellung am 24. Dezember werde der Weihnachtsabend gefeiert. „Insgesamt sind wir 19 Personen, alle kommen an diesem Abend an einen großen Tisch, der Zusammenhalt und die Gemeinschaft ist für uns sehr wichtig. Ebenso, sich an kleinen Dingen zu freuen und sie wertschätzen.“ Auch der Jahreswechsel werde gemeinsam erlebt.

Bis zum 6. Januar finden täglich die Vorstellungen statt, Beginn jeweils um 16 Uhr, am Heiligabend bereits 14 Uhr. Eine Stunde vor Beginn ist das Zelt für die Besucher geöffnet.