Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr in Efringen-Kirchen bringt viele Herausforderungen. Die Entschädigung des Kommandanten wurde deshalb angepasst. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Künftig erhält der Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Efringen-Kirchen 1000 anstatt 200 Euro Entschädigung im Monat – eine Anpassung um 500 Prozent.

Mehrheitlich ist der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der Empfehlung des Verwaltungsausschusses gefolgt, die Entschädigungssatzung für die Freiwillige Feuerwehr anzupassen. Seit Anfang März erhält der amtierende Gesamtkommandant Philipp Haberstroh nun 1000 Euro im Monat, anstatt der noch für Januar und Februar ausgezahlten 200 Euro.

 

Bereits in den Haushaltsplanberatungen wurden die notwendigen Mittel hierfür in Höhe von 15 000 Euro bereitgestellt. Begründet wird dies mit den gestiegenen Anforderungen bei der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans und der Standortkonzeption der neuen Feuerwehrgebäude. Daraufhin hatte Haberstroh die Erhöhung beantragt, die 500 Prozent entspricht und sich an der ehrenamtlichen Entschädigung der Ortsvorsteher orientiert, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Eine Anpassung der übrigen ehrenamtlichen Entschädigungssätze der weiteren Feuerwehrkommandanten sei nicht vorgesehen und nicht beantragt worden.

Im Ratsrund wurde darauf hingewiesen, dass die Gemeinde sich mit den derzeitigen und künftigen Anforderungen an der Schwelle zum hauptamtlichen Feuerwehrkommandanten bewege. Deshalb befand Stefan Medam (CDU/Unabhängige), dass man nach dieser Erhöhung „noch recht günstig wegkommt“. Karl-Friedrich Hess (SPD) sprach bezüglich der Anpassung der Entschädigung von einem „Rückstau“, weil diese über Jahre hinweg unverändert geblieben sei. Müsste man einen hauptamtlichen Kommandanten bezahlen, wäre das „noch einmal eine ganz andere Hausnummer“. Beide waren sich einig: „Wir können froh sein, dass es noch jemand im Ehrenamt macht.“

Einhelliges Lob gab es aus dem Ratsrund „für die herausragende Arbeit“ des derzeitigen Gesamtkommandanten Philipp Haberstroh. Jörg Weiß und Andrea Wahler (beide CDU/Unabhängige) stimmten zwar gegen die Anpassung. Es sei ihnen aber wichtig, dass dies nichts mit der Leistung und der Person von Haberstroh zu tun habe. Eine Erhöhung würden sie grundsätzlich befürworten, es gehe ihnen bei einer Anpassung um 500 Prozent aber um die Verhältnismäßigkeit.