Frank Pfau (links) und Christoph Eckerle sind sich einig, dass die Verschiebung des Festes auf den Herbst derzeit nicht infrage kommt.Foto: Schwind Foto: Schwarzwälder Bote

Pandemie: Erneute Verschiebung keine Alternative / Festschrift wird zur Erinnerung fertiggestellt / Grundausbildung gestartet

Eines kann man ihnen nicht vorwerfen, sie haben gekämpft, gehofft und gebangt, sie haben das Fest verschoben und sehr viel Zeit investiert, aber letztendlich mussten sie sich dann doch der Pandemie geschlagen geben.

Dornhan. Die Rede ist von der Freiwilligen Feuerwehr in Dornhan, die bereits im Jahr 2019 auf das 150-jährige Bestehen zurückblickte.

Um den turnusmäßigen Kreisfeuerwehrtag ausrichten zu können, planten die Verantwortlichen daher das Folgejahr 2020 als Jubiläumsjahr ein.

Vom 19. bis 22. Juni 2020 hätte ursprünglich die Feuerwehr Dornhan ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Doch dann breitete sich das Coronavirus im März aus. Damals konnte allerdings noch niemand ahnen, wie lange die Auswirkungen zu spüren sein würden.

Weniger erlaubt als 2020

Relativ schnell wurde aber den Verantwortlichen der Feuerwehr klar, dass das Jubiläumsfest im Jahr 2020 nicht stattfinden konnte. Damit fiel die Entscheidung, das Jubiläumsfest um ein Jahr zu verschieben.

Der neue Termin für den Festakt "150 Jahre Feuerwehr Dornhan" wurde auf den 5. Juni 2021 festgelegt. Das Zeltfest hätte vom 11. bis 14. Juni stattfinden sollen. Das geplante Programm sollte jeden ansprechen: Auf der Feuerwehrseite sollten die Leistungsabzeichen abgenommen werden, und neben dem Festzug am Sonntagnachmittag hätte eine Kreisjugendfeuerwehrübung am Samstagnachmittag stattgefunden. Am Samstagnachmittag sollten sich die Alterswehren des Kreises im Festzelt treffen.

Auf der Unterhaltungsseite sollte es am Freitag eine Partynacht, am Samstag eine Rocknacht geben. Am Sonntagmorgen wäre Frühschoppen im Festzelt mit der Böffinger Bauernkapelle gewesen. Am Montagnachmittag war ein Kinderumzug, ein Handwerkervesper mit den Oldies aus Leinstetten geplant, und den Festausklang hätten die Jauchzaaa bestreiten dürfen.

"Mit der Bundesnotbremse, die die Bundesregierung installierte, war an Festivitäten noch weniger erlaubt als ein Jahr zuvor", erklärte Kommandant Frank Pfau. So war ihm und seinem Stellvertreter Christoph Eckerle das Risiko wegen der Ansteckungsgefahr jedoch zu groß. Die Verantwortung wollte Pfau nicht übernehmen, dass sich möglicherweise noch Feuerwehrleute mit dem Virus infizieren und dann der Brandschutz nicht mehr überall gewährleistet sei.

Die Verschiebung des Festes auf den Herbst war für die Dornhaner Feuerwehr keine Alternative mehr, da niemand sagen könne, wie die Situation im Herbst aussehe, zeigen sich Pfau und Eckerle in dieser Frage einig.

Ein extra entworfenes Jubiläums-Logo sollte das Festjahr hervorheben und den Schriftverkehr zieren.

Sämtliche Dornhaner Vereine hatten für die Festivitäten ihre Unterstützung zugesagt. "Wir haben schon viel Zeit in die Festschrift investiert, darum soll sie zur Erinnerung fertiggestellt werden", sagt Pfau.

Die beiden Wehrmänner aus Leidenschaft, Pfau und sein Vize Eckerle, haben aktuell trotz vieler Herausforderungen auch Grund zur Freude. Kürzlich startete eine Grundausbildung für elf Nachwuchskräfte, die aus der Jugendfeuerwehr kamen. Weitere sechs Jugendfeuerwehrler sollen im Herbst zu den Aktiven stoßen. Auch bei der Jugendfeuerwehr stehen etliche Bewerber auf der Warteliste.

Die Gesamtfeuerwehr Dornhan werde jetzt außerdem "eleganter über den Digitalfunk" alarmiert, freut sich Pfau. Innerhalb von zwölf Minuten muss die Feuerwehr am Einsatzort sein.

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