Cornelia Ranosch (links) und Brigitte Herzog vom Besucherservice des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof arbeiten zusammen mit fünf weiteren Kolleginnen des Vogtsbauernhofs im Gesundheitsamt des Ortenaukreises bei der Kontaktermittlung von Gutach aus mit. Foto: Museum

Intensive Schulung ist Voraussetzung. Gespräche zum Quarantäne-Ende.

Das Gutacher Freilichtmuseum Vogtsbauernhof muss vorerst geschlossen bleiben. Einige Mitarbeiter haben jetzt jedoch viel zu tun: Sie helfen dem Gesundheitsamt bei der Kontaktverfolgung.

Gutach - "Schon im vergangenen Jahr während der ersten Welle haben wir das Gesundheitsamt unterstützt und dann wieder im Herbst und Winter bis Januar/Februar", erzählt Geschäftsführerin Margit Langer.

Intensive Schulung ist Voraussetzung

Seitdem klar ist, dass das Museum geschlossen bleiben muss, helfen wieder Kolleginnen vor allem aus dem Besucherservice in der Kontaktermittlung aus. "Zur Zeit sind es sieben Kolleginnen mit Erfahrung im telefonischen Kundenkontakt und in der PC-Arbeit. In der kommenden Woche kommen noch mehr hinzu".

Wenn es um den Erstkontakt mit Betroffenen geht, werden Kolleginnen eingesetzt, die medizinische Erfahrung haben, so eine Arzthelferin, eine Altenpflegerin oder jemand mit jahrelanger Erfahrung aus der Ersthilfe. Bei diesen Gesprächen werden erfahrungsgemäß die meisten Fragen gestellt.

Die Mehrheit der eingesetzten Mitarbeiterinnen wird jedoch für Gespräche zum Quarantäne-Ende hin eingesetzt, wenn es darum geht, ob die Betroffenen noch Symptome haben. Die teilnehmenden Mitarbeiter aus dem Museum sind intensiv geschult worden und werden es auch immer wieder, denn es gibt laut Langer täglich neue Informationen. Diese Schulungen laufen zum größten Teil über Online-Meetings, gearbeitet wird von Gutach aus.

Die Freude der Besucher fehlt

"Für uns ist diese Mithilfe eine Ehrensache, da wir unsere Kolleginnen und Kollegen im Landratsamt unterstützen möchten und auch so einen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten können", so Margit Langer.

"Für uns ist es in dieser Situation selbstverständlich, unterstützend mitzuwirken", erklärt Susanne Fautz, die normalerweise in der Verwaltung des Museums tätig ist. "Dennoch freuen wir uns alle darauf, wenn unser Museum wieder Besucher empfangen darf und wir unseren ursprünglichen Tätigkeiten nachgehen können", spricht sie auch für ihre Kolleginnen.

Brigitte Herzog vom Besucherservice fehlt die eigentliche Arbeit: das Leuchten der Kinderaugen, die Freude der Besucher: "Dennoch unterstütze ich das Gesundheitsamt gerne und helfe, wo ich kann". Cornelia Ranosch (Besucherservice) erklärt: "Ich bin froh, dass ich in der Zeit, in der ich für das Museum aufgrund der anhaltenden Schließung nicht arbeiten kann, dem Gesundheitsamt als Unterstützung dienen kann. Für mich ist es selbstverständlich dort mitzuhelfen."

Kai Hockenjos, Pressesprecher des Landratsamts Ortenaukreis, betont, dass man dankbar für die Unterstützung durch die Kollegen vom Museum sei. Das Freilichtmuseum ist ein Eigenbetrieb des Landratsamts. Rund 220 Personen arbeiten zur Zeit im Kontaktnachverfolgungsteam des Gesundheitsamts des Ortenaukreises, so der Pressesprecher. Davon kommen circa 90 aus Eigenbetrieben des Landratsamts. Auch 90 Externe, beispielsweise von der Bundeswehr, werden dort eingesetzt.

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