Nächtliche Schlachtszenen und der Einsatz eines römischen Geschützes werden zu sehen sein. Foto: Christoph Schoder

Im Freilichtmuseum lebt am zweiten Oktoberwochenende die Zeit der Römer, Alamannen und Kelten wieder auf.

Aus der Schweiz werden die Gladiatoren der Gruppe Devis Militiae Jurae anreisen und ihr Können zeigen. Mit ihrer aufgrund von archäologischen Funden nachgebauten Ausrüstung treten sie regelmäßig zu Wettkämpfen an. Im April gewannen sie beim Turnier in Rom anlässlich der Veranstaltung „Natale“ den zweiten Platz und sorgten mit ihrem Auftritt für eine wahre Sensation.

 

Für Kinder und Junggebliebene gibt es spannende Aktivitäten wie Bogenschießen und einen Münzfälscher. Wie es in einer römischen Schule zuging, vermittelt die Gruppe Schola Romana. Auch Erwachsene sind eingeladen, einmal mit römischen Zahlen zu rechnen und auf Lateinisch zu schreiben.

Kinder bis zwölf Jahre können als „Mini Milites“ bei der Legio II Augusta aus Straßburg erkunden, wie ein römischer Legionär den Tag verbracht und gekämpft hat.

Devis Militiae Jurae zeigt Gladiatorenkämpfe. Foto: DMJ

Harto, der Erzähler, will mit Sagen und Legenden der Alamannen in seinen Bann ziehen, und im Orientalischen Teezelt verzaubern Märchen alle Generationen. Auf dem Gelände gibt es eine Kugelbahn, auf der man Wettrennen veranstalten kann.

Am Samstag, nach Einbruch der Dunkelheit, wird ein Fackelumzug der historischen Gruppen mit rund 170 Darstellern aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien für Gänsehaut sorgen. Bei der nächtlichen Schlacht der Römer gegen Alamannen und Kelten wird der Scorpio der Gruppe Secunda Raetorum, ein rekonstruiertes römisches Pfeilgeschütz, Brandpfeile abfeuern.

Der Verein hat eigens Kulissen aus Holz und Stroh aufgebaut, auf die geschossen wird. Spannend wird, ob es gelingt, die Ziele in Flammen aufgehen zu lassen. Den feurigen Abschluss bildet eine Feuer-Show der Schwabenritter.

Welche antike Taktik wird siegen? Foto: Christoph Schoder

Beim militärischen Kräftemessen am Sonntagnachmittag kommen nach antiken Vorbildern gefertigte Waffen zum Einsatz, in einer freien Schlacht, für die keine vorherigen Absprachen getroffen werden. Besucher werden spannende Kämpfe erleben und feststellen, wessen Taktik an diesem Nachmittag die erfolgreichere war: die der Römer, der Kelten oder der Alamannen.

Gezeigt wird auch die Testudo, die „Schildkröte“. Das ist ein Schutzwall aus Schilden, den die römischen Soldaten bildeten, um sich gegen Pfeilbeschuss zu schützen.

Handwerker vermitteln ihr Können, unter anderem Schmieden, Kammweben und Bronzegießen. Bei der römischen Modenschau, Tanzdarbietungen, Musikdarbietungen und Exerzierübungen ersteht das Leben zur Römerzeit wieder auf.

Umzug vom Nordtor Foto: Christoph Schoder

Auf dem historischen Markt werden Schmuck und Repliken, fein gewebte Borten, Kleider und Stoffe feilgeboten, kunstvoll geknüpfte Haarnetze, Töpferwaren und vieles mehr. Düfte, Edelsteine, Olivenöl und Spielzeug für die Kleinen lassen so manches Herz höherschlagen.

Vortreffliches zum Schlemmen findet man dort auch, ob frische Metzgerwürste und Steaks oder Kartoffelpeitschen, Käsekrustis und Crèpes. Mit Burgern und anderen Leckereien verzaubert der „Herr der Zwiebelringe“.

Termin: 11. und 12. Oktober

Die Veranstaltung „Römer im Schein der Fackeln“ ist am Samstag, 11. Oktober, von 11 bis 22 Uhr und am Sonntag, 12. Oktober, von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 12,50 Euro. Ermäßigte Karten für Studenten, Personen mit Handicap und historisch Gewandete kosten 10,50 Euro. Familienkarten gibt es für 30,50 Euro.