Die Teilnehmer der Kundgebung gingen vom Rathausplatz die Marktstraße hoch. Foto: Schabel

Rund 500 prokurdische Demonstranten haben bei einer Kundgebung in Lahr auf die Lage im Nordosten Syriens aufmerksam gemacht.

Rund 500 Menschen haben am Mittwochabend an einer prokurdischen Demonstration in Lahr teilgenommen. Anlass waren die Angriffe syrischer Regierungstruppen in der kurdisch verwalteten Zone im Nordosten Syriens. Die Teilnehmer zeigten sich besorgt über die Situation in der Region, die als Rojava bekannt ist. „Krieg in Rojava/Mord an Zivilisten“ hatte auch der Aufruf zu der Kundgebung gelautet.

 

Die Demo richtete sich gegen die Gewalt vor Ort, aber auch gegen die Rolle der Türkei, die an dem Feldzug maßgeblich beteiligt sei. Zugleich riefen die Teilnehmer die Bundesregierung dazu auf, Syriens Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa nicht zu unterstützen. Demos gegen Gewalt an Zivilisten in Syrien hatte es in den vergangenen Tagen in zahlreichen deutschen Städten gegeben. Die Kundgebung in Lahr war von einem Privatmann angemeldet worden.

Die Teilnehmer skandierten erst auf dem Rathausplatz, teils auf Kurdisch, teils auf Deutsch, Parolen wie „Freiheit für Rojava“, „Terroristen raus aus Rojava“, „Türkische Armee raus aus Rojava“ oder „Schluss mit dem Massaker“. Außerdem waren kurdische Lieder zu hören. Danach zog der Tross durch die Marktstraße, eskortiert von einem großen Polizeiaufgebot.