So könnte der künftige Stadtteil Dietenbach einmal aussehen. (Visualisierung) Foto: Stadt Freiburg

Freiburger Gemeinderäte stimmen für den Bebauungsplan „Am Frohnholz“ im künftigen Stadtteil Dietenbach.

Die Mehrheit war deutlich: Im Freiburger Stadtrat haben am Dienstagabend nahezu alle Fraktionen den Bebauungsplan für den ersten Bauabschnitt des künftigen Stadtteils Dietenbach gestimmt. Er wird „Am Frohnholz“ heißen und mit rund 1600 Wohneinheiten Platz für 3500 Menschen schaffen. Perspektivisch soll Dietenbach rund 16 000 Menschen ein zuhause bieten. Lediglich ein Gemeinderat von „Freiburg Lebenswert“ stimmte am Dienstag gegen das städtebauliche Mammutprojekt.

 

Mit dem Bebauungsplan wurde auch ein Gestaltungshandbuch verabschiedet. Damit entsteht nicht nur das Baurecht für den Abschnitt, der eine Art Stadtkern des neuen Stadtteils werden wird, sondern es werden auch gestalterische Detailfragen geklärt sowie Standorte für einen Marktplatz und Geschäfte und genaue Baufenster für den Wohnungsbau festgeschrieben. Außerdem beinhaltet der Plan die Schaffung von 210 Hektar Ausgleichsflächen.

Stadt und Land tauschen Grundstücke

Oberbürgermeister Martin Horn sprach nach der Abstimmung von „einem Meilenstein“ für Freiburg. Der geplante bezahlbare Wohnraum im neuen Stadtteil gebe eine Antwort auf eine der drängendsten Fragen der Gegenwart. Der Stadtteil werde „grün, urban und nachhaltig“ gebaut, so Baubürgermeister Martin Haag.

Beschlossen wurde auch ein Grundstückstausch mit dem Land Baden-Württemberg im Bereich Dietenbach, für den die Stadt vom Land Erschließungskosten von rund 21 Millionen Euro erhält. Das Land wird auf den eingetauschten Flächen Wohnraum für Studierende und Beschäftigte der Uniklinik schaffen. Der genaue Baubeginn des ersten Bauabschnitts ist noch offen.