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Freiburg Vermisste Maria war allein auf Achse

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Bei der Vernehmung der heute 18-Jährigen ergab sich für die Behörden Unerwartetes: laut eigener Aussage hat sich Maria schon vor Jahren von dem 40 Jahre älteren Bernhard Haase getrennt. Foto: dpa

Freiburg - Allein mit dem Fahrrad und einem Zelt, so will die mittlerweile 18 Jahre alte Maria H. sich in den vergangenen Jahren seit ihrem Verschwinden aus Freiburg in Ost- und Südeuropa über Wasser gehalten haben.

So zumindest hat sie es am Mittwoch in ihrer Vernehmung der Freiburger Polizei erzählt: Die junge Frau war im Mai 2013 im Alter von 13 Jahren mit dem 40 Jahre älteren Elektriker Bernhard Haase aus Blomberg/Nordrhein-Westfalen, dessen Bekanntschaft sie im Internet als 12-jährige gemacht hatte, aus Freiburg abgehauen. Nach dem Mann wird seither europaweit wegen Kindesentziehung und dem verdacht des sexuellen Missbrauchs gefahndet. Wo er steckt, weiß aber auch nach Marias Rückkehr niemand.

Bereits vor Jahren von älterem Mann getrennt

Es gehe Maria „augenscheinlich gut“ und sie sei wohlauf, so die Polizei nach der Vernehmung der jungen Frau. Maria habe ausgesagt, dass sie sich nach ihrem Verschwinden bereits in Polen von Bernhard Haase, mit dem sie zunächst in Gorlice zusammen in dessen Auto gelebt habe, getrennt und allein losgezogen sei. Seither habe sie keine Kenntnisse mehr vom Aufenthaltsort des Mannes. Ähnliches hatte vorher bereist die Mutter der jungen Frau, Monika Beisler, gegenüber der „Bild“ angedeutet. Für die Polizei ist das ein enttäuschendes Ergebnis, so eine Sprecherin: Man habe natürlich darauf gehofft, dass Maria hinweise auf den aktuellen Aufenthalt Haases habe.

Mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten

Drei Monate will die damals 13-jährige Maria im Sommer 2013 mit dem Rad in Osteuropa unterwegs gewesen sein, danach sei sie nach Italien gereist und habe sich dort mit Jobs als Putzhilfe und Fensterputzerin über Wasser gehalten. Vor zwei Jahren habe sie eine Wohnung bezogen, auch das habe sie sich mit Nebenjobs finanziert, bis sie vergangene Woche über das Internet Kontakt zu ihrer Familie aufgenommen habe. Freunde ihres Vaters gabelten die junge Frau schließlich an einem Busbahnhof in Mailand auf und brachten sie zurück nach Freiburg.

Maria selbst und ihre Familie haben sich nach der Vernehmung durch die Polizei nicht mehr öffentlich geäußert. Ihre Mutter Monika Beisler hatte dazu via Facebook schon vorab gesagt, dass die Familie Zeit brauche, um wieder „Boden unter die Füße zu bekommen“. Ob es weitere Vernehmungen der 18-jährigen geben wird, ist derzeit offen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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