Der Seepark wird von den Freiburgern als Sport- und Freizeitfläche genutzt. Foto: Alexander Blessing

Bei der Freiburg-Umfrage 2024 hat die Stadtverwaltung Bürger zu verschiedenen Themenbereichen befragt. Mit den „Grün- und Freiräumen“ ist die Mehrheit der Befragten zufrieden.

Freiburg bezeichnet sich gerne als „Green City“, also „grüne Stadt“. Doch wie sieht es mit den Grünflächen und der damit zusammenhängenden Zufriedenheit der Freiburger aus? Das wurde im Rahmen der Freiburg Umfrage 2024 abgefragt. Dafür wurden rund 6000 Bürger aus dem Melderegister ausgewählt und angeschrieben. Rund 2500 haben an der Umfrage teilgenommen und geben der Stadtverwaltung nun einen Eindruck, wo es Verbesserungspotential geben kann.

 

Das Ergebnis dürfte für die Stadtverwaltung erfreulich sein: Die Freiburger sind mit den Grün- und Freiräumen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft sehr zufrieden. Ganz vorne in der Gunst liegt dabei der Stadtwald, der aus Sicht der Freiburger auch noch genügend Kapazität für Freizeitaktivitäten aller Art biete.

Am zufriedensten ist man im Stadtbezirk Betzenhausen-Bischofslinde, wo die Studentenwohnheime direkt an den Seepark angrenzen, knapp gefolgt vom Öko-Muster-Bezirk Vauban sowie Ebnet, wo die Lage an der Dreisam und am Schlossberg das Leben angenehm machen.

Vermüllung der Grünflächen stört die Freiburger

Immer noch überwiegend zufrieden, aber am anderen Ende der Freizeitqualitätsskala liegen Alt-Stühlinger und Brühl-Güterbahnhof, wo das Angebot an gut nutzbaren Flächen vergleichsweise eher gering ist. Baulich bedingt mangelt es dort an ausreichend Grünflächen.

Als ab und zu überfüllt werden lediglich wenige Grün- und Freiflächen angesehen, am ehesten der Seepark, der im Sommer von vielen Studenten und jungen Freiburgern als Aufenthaltsort genutzt wird. Auch die öffentlichen Flächen im Stadtzentrum werden laut Freiburg-Umfrage als überfüllt angesehen.

Störend wird die Vermüllung der Grün- und Freiflächen wahrgenommen. Verbesserungsmöglichkeiten werden vor allem in der Schaffung von mehr öffentlichen Sanitäranlagen, besseren Nutzungsangeboten für Jugendliche und einem Ausbau des Angebots an Grillstellen gesehen.

Kinderspielplätze können überzeugen

Auch bei den Kinderspielplätzen überwiegt die Zufriedenheit eindeutig. Die ist laut Umfrage nur in den Bezirken Brühl-Güterbahnhof, Neuburg, Betzenhausen-Bischofslinde, Unterwiehre-Nord sowie Haslach-Gartenstadt/Schildacker etwas angespannt zu sein.

Am Ende der Zufriedenheitsskala rangieren die zentrumsnahen Gebiete im Stühlinger, in Brühl-Beurbarung und Brühl-Güterbahnhof sowie im Altstadt-Ring. Dort sind entweder keine qualitativ hochwertigen Grün-Freiräume vorhanden oder diese werden, wie am Stühlinger-Kirchplatz, als soziale Brennpunkte wahrgenommen. Bei den Ortschaften am Stadtrand Freiburgs lässt sich eine Zweiteilung feststellen: Während die Zufriedenheit in den südlich und östlich gelegenen Ortschaften sehr hoch ist, sind es die Tuniberg-Ortschaften im Westen und Hochdorf im Norden der Stadt, in denen die Befragten vergleichsweise unzufrieden mit den örtlich