Bei der Freiburg-Umfrage 2024 haben Bürger zu verschiedenen Bereichen ihr Feedback abgegeben.
Die Stadtverwaltung Freiburg nimmt alle zwei Jahre eine Freiburg-Umfrage vor, in der sie Bürger zur Zufriedenheit mit dem Leben in der Stadt und den Schwerpunkten der Stadtpolitik befragt. Das Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement (ABI) hat die Ergebnisse der 2024er- Umfrage online veröffentlicht.
Die teilnehmenden Bürger wurden vom ABI zuvor zufällig aus dem Melderegister ausgewählt. 5923 Personen wurden für die Umfrage angeschrieben. 2552 Fragebögen wurden ausgefüllt und zurückgeschickt (rund 43,1 Prozent). Das sei ein ähnliches Niveau wie bei den vergangenen Umfragen und wird vom ABI als guter Rücklauf gewertet. Erfreulich sei zudem die hohe Online-Beteiligung an der aktuellen Umfrage gewesen. 52,2 Prozent aller Fragebögen gingen via Internet ein (2022, 33,7 Prozent; 2020, 21,4 Prozent).
In der Umfrage wurde erneut nach der Zufriedenheit der Bürger mit den städtischen Aufgaben gefragt. Außerdem konnten die Befragten angeben, wo sie Potenzial zu Einsparungen oder Mehrausgaben sehen.
Öffentlicher Nahverkehr kann überzeugen
Am zufriedensten sind die Freiburger demnach mit dem Fußwegenetz mit einem Wert von +44 auf einer Skala von -100 bis +100 und dem Radwegenetz (+40). Beide Werte haben im Vergleich zur vorigen Umfrage deutlich zugelegt. Das könne daran liegen, dass bei der Umfrage 2022 die Stadtverwaltung noch nach Fuß- und Radwegen gefragt, bei der neuen Abfrage dann aber nach Fuß- und Radwegenetz gefragt hat. Die Qualität des Netzes wird besser bewertet als der Zustand der einzelnen Geh- und Radwege. Zudem habe die Stadt in den vergangenen Jahren das Fuß- und Radwegenetz ausgebaut. Auf den weiteren Plätzen folgen der Stadtwald und der öffentliche Nahverkehr (je +38) , die Bildungseinrichtungen (+37) sowie der Brand- und Katastrophenschutz (+32).
Eher unzufrieden sind die Freiburger mit Schulen Kitas und Kindergärten (0), der Förderung von Barrierefreiheit (-3) und den Möglichkeiten für Treffpunkten für Jugendliche (-3).
Deutlich unzufrieden sind die Befragten mit drei Themen, die sich seit Jahren am Schlusslicht der Tabelle finden: die Ausweisung von neuen Wohnflächen (-9), die Instandhaltung und der Bau von Schulen (-10) sowie der Quantität im Wohnungsbau (-17).
Größtes Einspartpotenzial sehen die Bürger bei den Tourismusausgaben
Insgesamt bleibt das Gesamturteil, dass die Freiburger der Stadtverwaltung geben aber stabil. Lag es 2018 noch bei +18, hat es sich bei den vergangenen Jahren um den Wert 15 eingependelt (2024, +14). Besonders erfreulich ist für die Stadt, dass 37 Prozent der Befragten der Aussage, dass die Stadt ihre Mittel verantwortungsvoll ausgibt, zustimmen. Dies ist mit Abstand der höchste Wert der vergangenen Jahre, heißt es von Seiten der Stadt.
Nicht überraschend fällt die Antwort auf die Frage nach möglichen Mehrausgaben aus. Die Bürger wünschen sich mehr Investitionen in den Wohnungsbau (+52), in die Instandhaltung und den Bau von Schulen (+48) sowie in die Modernisierung und Sanierung in Wohngebieten (+43). Um mehr Geld ausgeben zu können, muss es an anderer Stelle eingespart werden. Das größte Einsparpotenzial liege laut den Befragten im Bereich Wirtschafts- und Tourismusförderung (-23). Weitere Einsparpotenziale sehen die Freiburger bei den Straßen für den motorisierten Verkehr (-13), den Friedhöfen (-7) und den Städtischen Museen und dem Stadtarchiv (-2).
Die Umfrage
Ergebnisse
Im Rahmen der Freiburg-Umfrage 2024 hat die Stadt Freiburg rund 6000 Bürger zu ihrer Zufriedenheit in verschiedenen Bereichen befragt. Die Analyse des Amtes für Bürgerservice und Informationsmanagement kann unter freiburg.de/statistischeveroeffentlichungen heruntergeladen werden.