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Freiburg/Staufen Verurteilte Täter im Staufen Prozess

Von

Markus K. (41)

Der Hilfsarbeiter aus der Ortenau war im April der erste Angeklagte, der sich vor dem Freiburger Landgericht für seine Taten im Staufener Missbrauchsfall verantworten musste. Der einschlägig vorbestrafte Mann wurde zu zehn Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Er hatte unter anderem gestanden, den Sohn von Berrin T. mehrfach vergewaltigt zu haben. Laut Aussagen des Kindes soll er "der Schlimmste" der Täter gewesen sein. Das Urteil gegen ihn hat mittlerweile Rechtskraft erlangt, die Revision der Verteidigung wurde zurückgezogen.

 Knut S. (50)

Der Berufssoldat, der an seinem Arbeitsplatz bei der Deutsch-Französischen Brigade in Illkirch im Elsass festgenommen werden konnte, beteuerte im Mai unter Tränen vor Gericht, wie leid ihm seine Vergehen angeblich tun. Auch er hat den Sohn von Berrin T. mehrfach vergewaltigt. Die Taten gingen mit üblen Beleidigungen und Erniedrigungen des Kindes einher, an einer der Vergewaltigungen wirkten Christian L. und Berrin T. gemeinsam mit. Verurteilt wurde S. schließlich zu acht Jahren Haft. Eine Sicherungsverwahrung blieb dem Mann unter anderem deshalb erspart, weil er erst im Alter von 50 Jahren zum Ersttäter wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben Revision eingelegt.

 Daniel B. (32)

Der Familienvater aus Neumünster in Schleswig-Holstein wurde Anfang Juni vom Landgericht Kiel zu sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, weil er im Frühjahr 2016 seine eigene Tochter (7) in sieben Fällen zumeist in der Wohnung der Familie vergewaltigt hat. Er war einer der Internet-Kontakte von Christian L., der in dem Prozess auch als Belastungszeuge aussagte: Der Mann, der in der Vergangenheit bereits unter Missbrauchsverdacht gestanden hatte, wollte sich offenbar mit L. und Berrin T. treffen, um die Kinder beider Familien wechselseitig missbrauchen zu können. Im Vorfeld tauschten die beiden Männer Bildmaterial ihrer Taten aus. Zu dem Treffen kam es nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sämtliche Seiten in dem Verfahren haben Revision eingelegt.

 Daniel V. (44)

Der mehrfach einschlägig vorbestrafte Handwerker aus dem Dörfchen Wulsdorf in Schleswig-Holstein ging der Polizei in Karlsruhe ins Netz, als er mit einem Rucksack voller Fessel- und Folterutensilien aus dem Zug stieg. Die Ermittler hatten sich über das Darknet-Konto des Haupttäters Christian L. mit dem Mann zum vermeintlichen Missbrauch des Sohns von Berrin T. verabredet. Daniel V., den die Anklage in einem früheren Verfahren bereits als "extrem sadistisch" bezeichnete, hatte versucht, L. vor dessen Verhaftung zur gemeinsamen Entführung, Vergewaltigung und Ermordung eines Kindes zu überreden. Daniel V. wurde vom Landgericht Karlsruhe Ende Juni zu acht Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig: Die Verteidigung des Mannes hat Revision eingelegt.

 Jürgen W. (38)

Der gelernte Maurer aus der Schweiz wurde im Juli zu neun Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der äußerlich ausgesprochen unscheinbar wirkende Mann aus dem Kanton St. Gallen ist laut Gutachten ein sadistischer und gefährlicher "Hangtäter" ohne echte Einsicht in seine Taten. Bei ihm wurden zudem zahlreiche Kinderpornos und Gewaltdarstellungen an Kindern selbst im Säuglingsalter sichergestellt. Den Sohn von Berrin T. machte er sich gefügig, indem er sich als Polizist ausgab, der das Kind ins Heim stecken würde, wenn es ihm nicht seine Wünsche erfüllt.

Javier G.-D. (33)

Der EDV-Fachmann aus dem Raum Barcelona war der erste "Kunde" aus dem Darknet, der sich an dem Jungen aus Staufen verging. Er hat dafür einen fünfstelligen Geldbetrag bezahlt und der Familie des Kindes verschiedene Sachleistungen spendiert. Das Freiburger Landgericht hat ihn – unter anderem – wegen schweren sexuellen Missbrauchs in 14 Fällen zu zehn Jahren Haft verurteilt. G.-D., der vor Gericht erst gar nicht versucht hat, seine sexuellen Neigungen zu kaschieren, hat das Urteil akzeptiert und gesagt, dass er eine Therapie machen will. Eine Sicherungsverwahrung wurde nicht verhängt, obwohl der Mann als in hohem Maße rückfallgefährdet gilt.

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