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Freiburg Schwarzwald öffnet enge Waldwege

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Freie Fahrt für Mountainbiker: Sie dürfen demnächst vielerorts auch enge Wege und schmale Pfade nutzen. Foto: dpa

Freiburg - Ausgerechnet mit der Freigabe von Wegen, die bisher für Mountainbiker gesperrt waren, will der Schwarzwald den Konflikt mit den Wanderern entschärfen. Es komme auf die Auswahl der Strecken an, heißt es.

Mountainbiker sollen im Schwarzwald künftig vielerorts auch enge Wege und schmale Pfade nutzen dürfen. Hierfür können Kommunen verstärkt eine Ausnahmeregel im Landeswaldgesetz nutzen, teilten die Schwarzwald-Tourismus-Gesellschaft und die Landesforstverwaltung gestern in Freiburg mit. Ziel sei es, die Region für Mountainbiker attraktiver zu machen. Gleichzeitig werde der Konflikt zwischen Wanderern und Radfahrern in den Wäldern entschärft.

Dem Plan zufolge könnten im Schwarzwald in den nächsten Jahren schmale Pfade, sogenannte Singletrails, auf 850 Kilometern Länge für Mountainbiker freigegeben werden. Sie sind bislang für Biker tabu und ausschließlich Wanderern vorbehalten.

»Es wird Kommunen stärker als bisher ermöglicht, auch Wege schmaler als zwei Meter für Mountainbiker zu öffnen«, so Südbadens Forstpräsident Meinrad Joos. Geeignet seien Wege, die von Wanderern selten genutzt werden und auf denen ein Miteinander möglich sei. Geschaffen werde eine eindeutige Regelung, von der Biker ebenso profitierten wie Wanderer. »Illegale Singletrail-Fahrten, die Wanderern Angst machen, werden dadurch eingedämmt.«

Der Schwarzwald hat nach Angaben der Tourismus-Gesellschaft mit insgesamt 8500 Kilometern das größte ausgewiesene Mountainbike-Wegenetz Europas. Gut 98 Prozent der Strecken verlaufen auf breiten Forstwegen. Sind Wege enger als zwei Meter, dürfen Mountainbiker auf ihnen nicht fahren.

»Mountainbiker lieben jedoch die Singletrails über schmale Wurzelwege und steinige Pfade«, sagte Tourismus-Geschäftsführer Christopher Krull. »Die aber sind nach dem Waldgesetz dem Wanderern vorbehalten.« Es komme dadurch immer wieder zu Problemen. Mit dem nun erarbeiteten Konzept sollen diese gelöst werden.

Um den Kompromiss haben die Forstbehörden, die Tourismus-Gesellschaft, die beiden Naturparke im Schwarzwald und der für die Wanderwege zuständige Schwarzwaldverein den Angaben zufolge zwei Jahre gerungen. Entstanden ist ein Strategiepapier mit dem Ziel, bis zu zehn Prozent des gesamten Mountainbike-Wegenetzes künftig über kleine Wege zu führen. Im Gegenzug werden an anderer Stelle Mountainbike-Strecken gestrichen.

Zudem sollen die Biker und Anbieter von Mountainbike-Touren verstärkt in die Pflege der Wege eingebunden werden. Hinweisschilder sollen Gefahren vermindern. Entscheiden müssten die für den jeweiligen Wald zuständigen Kommunen, sagte der Forstpräsident. Liege ein schlüssiges Konzept vor, werde die zuständige Forstbehörde die Bike-Nutzung genehmigen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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