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Freiburg Gruppenvergewaltigung: Gutachter untermauert Aussage von Opfer

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Eingangsbereich der Diskothek Foto: Deckert

Freiburg - Im Prozess um die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen im Herbst 2018 in Freiburg hat der psychiatrische Gutachter Torsten Passie auch am zweiten Tag seiner Aussagen die Tatvorwürfe gegen die Angeklagten massiv untermauert. In der Aussage, die junge Frau habe freiwillig Sex mit ihren mittlerweile 19 bis 30 Jahre alten Peinigern gehabt und diesen sogar zielstrebig vorgehend eingefordert, sehe er "keinen Wahrheitsgehalt", sagte der Mediziner.

Dazu sei die Geschädigte zur Tatzeit überhaupt nicht mehr koordiniert genug gewesen. Eine sexuelle Erregung der Frau sei für die Tatzeit durch die Kombination der konsumierten Rauschmittel zudem auszuschließen. Vielmehr sei die junge Frau durch den Konsum von Alkohol und der Droge MDMA (Ecstasy) mit Sicherheit erkennbar wehr- und willenlos gewesen und habe die Koordination über ihren Körper wohl verloren gehabt. Das sei für die überwiegend aus Syrien stammenden Angeklagten auch "ohne Weiteres erkennbar gewesen". Acht der elf Angeklagten sollen sich an der Frau sexuell vergangen haben. Dreien wird unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen.

Passie verglich den Zustand der Frau sinnbildlich mit einem Beutetier, das sich im Angesicht eines Raubtieres tot stellt. "Ihr inneres Erleben war gelähmt", meinte der Gutachter.

Passies fundierte und unmissverständliche Ausführungen sorgten am Freitag unter den Verteidigern im Gerichtssaal für nachdenkliche Gesichter. Dagegen wirkten die elf Männer auf der Anklagebank, für die die Feststellungen des Gutachters teilweise lange Haftstrafen zur Folge haben könnten, nicht sehr beeindruckt: Während der Aussage des Psychiaters flirteten sie teils mit ihren Freundinnen im Publikum, scherzten aber auch untereinander oder schienen mit dem Schlaf zu kämpfen. Der Prozess wird im März fortgesetzt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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