Der Betreiberverein Nachtwächterbad im Förtelbachtal ist zufrieden mit der Saison 2025. Foto: Thomas Fritsch

Der Sommer ist vorbei – und damit auch die Freibadsaison. Wie die Saison im Nachtwächterbad in Höfen verlief und was in diesem Jahr trotzdem noch ansteht, berichtet Jana Hess.

Saisonende auch im Nachtwächterbad in Höfen an der Enz. Am 7. September hatte das Bad seinen letzten Badetag. Grund für die vorzeitige Schließung sei das schlechte Wetter gewesen, so Jana Hess vom Nachtwächterbad Höfen. Ganz in der Winterpause ist das Bad allerdings noch nicht. So fand am 21. September noch der offizielle „Saisonabschluss im Rahmen eines Kurkonzerts“ statt. Bei musikalischer Begleitung der Trachtenkapelle des Musikvereins Höfen gab es ein Weißwurstfrühstück und Kiosk-Café.

 

Das ist noch für dieses Jahr geplant

Für den 28. September ist darüber hinaus das zweite Hundeschwimmen im Nachtwächterbad geplant. Für genauere Informationen verweist Hess auf die Internetseite des Bades: https://nachtwaechterbad.de/. Hunde und Besitzer erwartet „Badespaß“ sowie ein Agility Parcours.

Die Bilanz zum Saisonende fällt positiv aus, so Hess. Insgesamt habe es in diesem Jahr 9897 Badegäste gegeben. Dazu kämen noch Kursteilnehmer der Wassergymnastik. Der Verein ist „mit der Entwicklung der Mitgliederzahlen und dem „Abverkauf“ von Saisonkarten sehr zufrieden“. Bei den Saisonkarten ist besonders, dass jedes aktive Vereinsmitglied eine Karte erhält.

Bei Familienmitgliedschaften genügt ein Beitragszahler für die gesamte Familie. Im vergangenen Jahr gab es von den insgesamt 403 Vereinsmitgliedern 377 aktive Mitglieder mit einer Saisonkarte.

In diesem Jahr sind es nach aktuellem Stand 534 Mitglieder. Davon 31 Passive – sogenannte Fördermitglieder. Insgesamt sind die Besucherzahlen wetterabhängig – das Wetter hätte etwas mehr mitspielen dürfen, so Hess. Während die Saison mit einem sonnenreichen Juni stark begonnen hat, wurde es im Juli und August regnerischer und kühler.

Nichtsdestotrotz lohne sich jede Saison für das Bad, erklärt Hess. Alle Mitarbeiter seien ehrenamtlich tätig und setzen sich für den Erhalt der Badestätte mit Schwimmkursangebot und Wassergymnastik ein. Neben dem reinen Badevergnügen sei vor allem das Kursangebot wichtig – um Badeunfällen vorzubeugen.

Weitere Mitarbeiter willkommen

Es habe genügend Mitarbeiter, weiß Hess. Nichtsdestotrotz „dürfen gerne noch ehrenamtliche Rettungsschwimmer“ dazukommen – dies würde die Verteilung der Schichten erleichtern. Stolz sei man aber, dass das Bad noch nie aufgrund von Personalmangel geschlossen werden musste.

Ein solches Bad als Verein zu betreiben, bringt die ein oder andere Schwierigkeit mit sich. „Kurz und knapp – ganz klar sind die Kosten ein riesen Faktor.“

Gerade bei schlechtem Wetter werden die Betriebskosten nicht gedeckt. Folglich müssen Lösungen her, „um die Kosten einzudämpfen, aber auch dem Anspruch unserer Badegäste und uns selbst gerecht zu werden“.

Vieles geht in Eigenleistung

Sanierungen und Instandhaltungen sowie die Wartung der Technik konnten teils in Eigenleistung, teils durch Sponsoren und Spenden erledigt werden.

Mit den Mitgliedsbeiträgen kümmere man sich um die Anlagenpflege.

An Ideen für Modernisierungen mangele es nicht. Neu in diesem Jahr war, dass es die ersten Schwimmkurse ohne externes Personal gab. Auch das Freibad-Kiosk lief erstmals in Eigenleistung.

Für kommendes Jahr kündigt Hess nicht nur eine Verbesserung bei Strom und Gas an. Auch weitere Bäume sollen gepflanzt werden. An dem grundlegenden Konzept des Betriebs wolle man festhalten.

Höfen hat im Übrigen im kommenden Jahr ein Jubiläumsjahr. Das Freibad wolle sich bei der ein oder anderen Veranstaltung miteinbringen. Auch das „12-Stunden-Schwimmen“ is wieder geplant.