Zufriedene Gesichter gab es zur Zwischenbilanz der Badesaison 2025 in Schopfheim. Mit 54 890 gezählten Gästen bis Mitte August zeigt sich ein Aufwärtstrend.
Bis Mitte August sehen die Besucherzahlen im Schopfheimer Schwimmbad positiv aus, wie im Pressegespräch im Freibad am Dienstagmorgen zu hören war. Im vergangenen Jahr ließen sich zur gleichen Zeit rund 1000 Besucher weniger empfangen, hieß es.
Nicht mitgezählt sind Kleinkinder unter sechs Jahren. Diese machen immerhin über 25 Prozent aus, nach Schätzung von Wüst, so dass vermutlich schon insgesamt 70 000 Besucher den Badespaß genossen hatten. Zum Vergleich: Zum Saisonende 2024 konnten 65 980 Badegäste gezählt werden. Unter Einrechnung der Jüngsten stiegen damit rund 80 000 Menschen in das kühlende Nass.
Das Rekordjahr 2003 ist allerdings noch weit entfernt: 126 000 Besucher ließen sich damals registrieren. „Aber die Corona-Delle ist überwunden“, da ist sich Wüst sicher. Die Zahlen gehen beständig nach oben. Vielleicht gibt es auch wieder einmal eine Ehrung für den 100 000 Besucher. In diesem Jahr konnte der 50 000 Besucher am 12. August empfangen werden. Das Geschenk ist nicht zu verachten: eine Saisonfreikarte.
Laut Harscher ist es eine „sehr entspannte Saison“
Probleme mit Besucher gab es laut Wüst und Harscher so gut wie keine, im Gegensatz zu anderen Badeanstalten im Landkreis. Die Haus- und Badeordnung sei in der Regel eingehalten worden. Falls nicht, habe in fast allen Fällen ein kurzes Gespräch genügt, um das Fehlverhalten zu korrigieren. Nur einmal kam es zu einem Verweis. Aber auch dieser lief letztlich friedlich ab. Fazit von Bürgermeister Harscher: „Bisher gab es so gut wie keine Störungen. In dieser Saison ist alles sehr entspannt.“
„Richtige“ Entscheidung zur Kleiderordnung
Im Vorfeld heiß diskutiert, letztlich nicht geändert und in dieser Entscheidung richtig – die Kleiderordnung. Dazu waren sich Bürgermeister und Betriebsleiter einig. Burkinis sind zugelassen, das wäre aus Gleichstellungsgründen abweichend nicht zu vertreten. Auch Badeshorts sind erlaubt, allerdings aus hygienischen Gründen ohne textile Unterhose. Dazu gebe es schon ab und zu Redebedarf, informierten die Verantwortlichen. Cool sehe die herausstehende Unterhose mit dem entsprechenden Logo aus. Dies ist nach Aussage von Wüst der Hinweis der meist männlichen Gäste. Übrigens nicht nur Jugendliche, wie der Chef des Freibades registrierte.
Die Helfer für das Stammpersonal
Die Angestellten im Bad, sieben an der Zahl, nicht alle in Vollzeit, werden an den Wochenenden von vier Freiwilligen unterstützt. Ohne diese ginge es nicht, so Wüst. Sie geben entscheidende Entlastung. Wüst und Harscher loben außerdem die gute Zusammenarbeit mit der DLRG. Für beide sei sie unverzichtbar. Ohne diese Hilfen wäre es dem Stammpersonal nicht möglich, den Badebetrieb mit Aufsicht, Pflege der Anlage und der Technik zu gewährleisten.
Auch die Technik spielte fast immer mit
Bisher spielte auch die Technik mit. Nur einmal fiel am späten Nachmittag die Chloranlage aus, so dass der Badebetrieb etwas früher endete. Ungeklärt ist nach wie vor der Wasserverlust. Betriebsleiter Wüst vermutet viele Ursachen, von mittlerweile in die Jahre gekommenen Fugen bis Ablaufrinnen am Beckenrand, die nicht mehr ganz dicht sind. Abhilfe kann nur eine ganzheitliche Sanierung oder Veränderung bringen, hieß es im Pressegespräch. Zum Thema Naturbad wollte man sich hier aber nicht austauschen.
Saisonende am 14. September – Verlängerung möglich
Seit dem 15. Mai kann der Badespaß genossen werden. Enden wird er voraussichtlich am 14. September. Sollten Wetter und Besucherzahlen mitmachen, kann sich Betriebsleiter Wüst durchaus eine Verlängerung um einige Tage vorstellen. Mehr wie eine Woche wird diese aber wohl nicht andauern. Wenn verlängert wird, dann vermutlich mit eingeschränkter Dauer von 12 bis 19 Uhr.