Die Stadt Bad Liebenzell möchte von der Sportmilliarde profitieren und so das Freibad auf Vordermann bringen.
Das Bad Liebenzeller Freibad ist teils in einem maroden Zustand. Sanierungsarbeiten müssten dringend erledigt werden. Doch die kosten viel Geld. Und das ist in Bad Liebenzell knapp.
Deshalb haben Stadt und Bürger kreative Lösungswege gesucht. Im Dezember gründete sich ein Förderverein. Der will Spenden sammeln, um die Sanierung mitfinanzieren zu können. Und die Mitglieder haben schon angeboten, einfache Arbeiten in Eigenleistung auszuführen.
Trotz hohem Engagement des Fördervereins braucht es zusätzliche Gelder.
Die Verwaltung schlug dem Gemeinderat nun vor, sich auf Mittel aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten zu bewerben.
Die Regierung stellt für diese Zwecke eine Milliarde Euro zur Verfügung. In einer ersten Tranche werden daraus 333 Millionen Euro verteilt. Kommunen bekommen ihre Sanierungsprojekte mit 45 Prozent bezuschusst.
Projektskizze eingereicht
Liegt in einer Kommune eine finanzielle Notlage vor, gibt es sogar 75 Prozent Zuschuss. Letzteres trifft auf Bad Liebenzell zu. Die Verwaltung hat bereits eine Projektskizze beim Fördergeber eingereicht. Die Sanierung kostet demnach 815 000 Euro.
Im Falle eines Zuschlages bekäme Bad Liebenzell 601 000 Euro erstattet. Vor allem technische Anlagen wie Pumpen, Filter, Elektrotechnik oder die Wasseraufbereitungsanlage müssen überholt werden. Aber auch bauliche Dinge wie die Sanierung von Treppen oder Duschen stehen auf der Liste.
Allerdings ist Bad Liebenzell nicht die einzige Kommune mit maroden Sportstätten. Allein im Kreis Calw haben sich bereits zahlreiche Städte und Gemeinden auf die Fördermittel des Bundes beworben. Und auch wenn eine Milliarde Euro sehr viel Geld ist, wird die Summe bei Weitem nicht für alle in ganz Deutschland eingereichten Projekte ausreichen.
Das weiß auch der interne Verwaltungsleiter Andreas Hölzlberger. Versuchen solle man es trotzdem, meinte er zum Gremium. Und: „Vielleicht gibt es ja ein Folgeprogramm nur für Bäder“, so Hölzlberger. Da hätte Bad Liebenzell dann bessere Chancen.