Frühschwimmer kosten den letzten Tag der Freibadsaison voll aus. Foto: Rapp

Wie jeden Morgen an den vergangenen 118 Tagen standen die Frühschwimmer auch am letzten Tag der Freibadsaison am Donnerstag schon vor der Eröffnung um 7 Uhr vor den Toren des "Susolei". Auch die bescheidenen Temperaturen schreckten sie nicht ab.

Sulz - "Morgens um 7 im schönsten Freibad im Landkreis Rottweil", schwärmt Frühschwimmerin Sandra Rapp in ihrem Bericht zum Saisonabschluss. Die "früh-badewilligen, dauerkartenbesitzenden Gäste" konnten es auch am letzten Tag der Saison kaum erwarten, ihre Bahnen zu ziehen.

"Mit prüfenden Blicken zum Becken und zum Bademeister-Wärter-Haus wurde oft spekuliert, ob auch wirklich einer der diensthabenden Bademeister beziehungsweise des Aufsichtspersonals anwesend ist, was an 117 Tagen der Fall war", schreibt Rapp weiter.

"Nachdem das Tor offen war, spazierte als erstes die Dauerkartenbesitzerin mit der Nummer 8 durch, um die Nummern der Mitschwimmer in die bereitgelegte Liste, die Teil des Hygiene-Konzepts war, einzutragen", schildert sie.

Die Frühschwimmer hätten sich schnellstmöglich ihrer Kleidung entledigt, zum Teil ihre Silikon-Badhauben und Schwimmbrillen aufgesetzt und sich unter die kalte Dusche und dann umgehend ins Wasser begeben. "Der oder die erste im Wasser gab allmorgendlich an die anderen die gefühlte Wassertemperatur durch", heißt es im Bericht.

Die "Kopf-oben-Schwimmer" hätten ihr Morgen-Workout auf den Bahnen 1 und 2 erledigt, während die "Kopf-unter-Schwimmer" sich die Bahnen 3 und 4 geteilt hätten. "Fürs Erlernen des Kraul- und Delfin-Schwimmens erhielten einige Schwimmer in dieser Saison sogar den ›Early-Bird Flippers Award" 2021", schreibt Rapp.

Ab halb acht hätten die ersten dann schon das Becken verlassen. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit dem Bademeisterteam bei Anemone, "der singenden Wellenschmause-Kiosk-Betreiberin", hätte man Abschied vom "Susolei" für diese Saison genommen.