Die Eintrittspreise für das gemeinsame Freibad von Schiltach und Schenkenzell werden angehoben: Der Einzeleintritt für Erwachsene wird von 3,50 auf 3,80 Euro erhöht.
Schiltach - An dieser Steigerung orientieren sich auch die Preise für Zehner-, Saison- und Familienkarten. Das beschloss der Gemeinderat mit knapper Mehrheit von sieben Ja- gegen sechs Nein-Stimmen. Der Entscheidung ging eine kontroverse Diskussion voraus.
Zuletzt waren die Preise 2020 erhöht worden. "Normalerweise überprüfen wir sie alle drei Jahre. Wir haben uns die Preise in den Freibädern der Region angeschaut und orientieren uns daran", erklärte Kämmerer Herbert Seckinger bei seinem Vortrag.
Hausach ist am teuersten
So verlangten im Jahr 2022 die umliegenden Bäder für eine Erwachsentageskarte folgende Preise: Alpirsbach 3,80 Euro, Dornhan 3,50 Euro, Haslach 3,70 Euro, Hausach fünf Euro, Loßburg 3,80 Euro und Tennenbronn vier Euro. Ähnlich sieht es beim Vergleich Zehner-, Jahres- und Familienkarten aus. Schiltach liege damit selbst nach der Erhöhung noch im Mittelfeld. Ganz zu schweigen, falls die anderen Gemeinden den Eintritt für 2023 noch erhöhen würden. "Die Gemeinde Schenkenzell hat Zustimmung signalisiert, das Thema war aber noch nicht im Gemeinderat dort. Ich hoffe, dass sie zustimmen", berichtete Seckinger.
"Wir sind jetzt schon günstiger, sollen wir denn wegen Überfüllung zumachen müssen?", sprach sich Michael Pflüger klar für den Verwaltungsvorschlag aus. Bürgermeister Thomas Haas fragte Kämmerer Seckinger nach der Höhe des Defizits: Alleine für den Anteil von Schiltach beträgt er 258 000 Euro. "Wir legen also pro Freibadbesuch drei Euro drauf", stellte Haas trocken fest.
Förderung der Einheimischen
Ulrich Gebele fand eine Erhöhung der Erwachsenenjahreskarte von 60 auf 65 als günstig im Vergleich mit den anderen Freibädern. Michael Buzzi meinte, dass man mit der Preisgestaltung der Zehner- und Jahreskarte ja auch schon die Einheimischen fördere.
Inge Wolber-Berthold war zwar mit dem Einzeleintritt von 3,80 Euro einverstanden, kritisierte aber die Erhöhung der Zehnerkarte von 30 auf 33 Euro und der Familienkarte von 125 auf 135 Euro. Sie stellte den Antrag, im Sinne einer sozialen und familienfreundlichen Preisgestaltung bei diesen Tarifen alles beim alten zu lassen. Mit sieben Nein- und sechs Ja-Stimmen fand ihr Antrag aber keine Mehrheit.
Vorschlag findet keine Mehrheit
Jacqueline Stehle dachte an das Personal an der Kasse und sprach sich für eine Erhöhung mit runden Beträgen aus: vier Euro für den Einzeleintritt (2,50 Euro für die Abendkarte), zwei Euro statt der vorgeschlagenen 1,90 Euro für Schüler und zehn Euro für die Familientageskarte statt der vorgeschlagenen 9,50 Euro.
Auch ihr Antrag fand in der Endabstimmung keine Mehrheit und wurde mit acht Nein-, zwei Ja-Stimmen und drei Enthaltungen abgelehnt.