Der Wahlkampf vor dem Bürgerentscheid über das Schopfheimer Freibad läuft auf Hochtouren. Unser Leser Hubert Wilbetrs hat dazu folgende Meinung.
Ist das noch Demokratie? Die IG „Chemiebad“ hat mit aggressivem Verhalten die Bürgerentscheidung erzwungen. Allerdings mit Methoden wie asoziale Medien („fake news“) und populistischer Parteien (emotionale, einfache Wunschlösungen) sie einsetzen.
Schon der Name ist irreführend, sie vertritt nicht die Interessen des Sports (begegnet der DLRG-jugend auf deren Stand sogar aggressiv), noch Familien (ein Lehrschwimmbecken würde erst mal verhindert werden). Offizielle Äußerungen der Gemeinde werden unterdrückt, Interesse an fairer Information fehlt. Um eigenen Sachverstand hat man sich erst nach emotionalem „Nein-sagen“ bemüht. (Allerdings ist ein Ingenieur noch kein Bad-Sachverständiger, ansonsten agiert eine IG anonym, und damit undemokratisch).
Für die viel teurere technische Variante würde das „Kapital schon erscheinen“. Was ist das denn ? Und die CDU -räte sind ebenfalls dieser Meinung? Die Gemeinderäte sind meine demokratisch gewählten Vertreter und urteilen mit Sachverstand und Weitblick und verantworten die Finanzierung der Gemeinde mit. Da ist ein Bürgerentscheid über die Ausgestaltung eines Bades unnötig. Über die Belastung durch den Schulcampus hätten vielleicht Bürger mitentscheiden sollen, oder bei Themen, wo es um was geht, wie die Wehrpflicht. Bürgerbefragung ist auch nur begrenzt sinnvoll, das Vorbild Schweiz hat vor ein paar Jahren die e-ID abgelehnt, etwas später – nach kleinen Anpassungen – mit 50,3 Prozent zugestimmt. Da hätte man doch auch Meteo Swiss fragen können. Wetter-online sagt am Wahltag Sonne und 13 Grad Celsius voraus – also ab ins Naturbad!
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