Emma Weiß blickt nach einer verletzungsbedingten Pause voraus auf die kommende Corona-Saison. Foto: Schwarzwälder Bote

Ski Freestyle: Ebingerin bereitet sich auf Weltcup-Auftakt in Ruka vor. Corona wirft Fragen auf.

In zwei Wochen beginnt für die Ski-Freestyler im finnischen Ruka die Saison – dann macht die Ebingerin Emma Weiß vom Freestyleclub Zollernalb im Kunstspringen wieder Jagd auf Weltcuppunkte. Am 4. Dezember gibt die 20-Jährige nach einer schweren Verletzung ihr Comeback im Weltcup-Zirkus.

Seit dem 15. Dezember trainiert Emma Weiß bereits in Ruka und holt sich dort den Feinschliff für den Saisonstart. In Zeiten von Corona alles andere als einfach. Denn vor dem Abflug in Frankfurt musste sie einen negativen Corona-Test einreichen, der nicht älter war als 72 Stunden. Als Weltcup-Athletin bekommt sie die Test vom Deutschen Skiverband (DSV) zur Verfügung gestellt, allerdings traf das Paket vor der Finnland-Reise recht spät ein. "Auf den letzten Drücker hat aber doch alles geklappt", sagte Emma Weiß. In Ruka angekommen stand dann ein zweiter – abermals negativer – Test an, ehe Emma Weiß auf die Schanzen durfte.

Gebrochener Arm sorgt für Zwangspause

Einem Wettkampf hat die Ebingerin im vergangenen Winter nicht bestritten. Im Oktober 2019 brach sie sich bin der ersten Schnee-Trainingsphase den Oberarm und musste operiert werden. Im Frühjahr 2020 stand sie kurz vor dem Comeback, doch dann wurde sie von der Corona-Pandemie ausgebremst.

Den Sommer aber nutzte sie nahezu ideal. Noch im April ließ sie sich zwei Schrauben aus dem Oberarm entfernen, die eine Entzündung der Bizepssehne hervorgerufen hatten. Nach einer entsprechenden Erholungsphase stieg sie früh ins Sommertraining auf der Wasserschanze in Mettmenstetten/Schweiz ein, eine Ausnahmeregelung für Kader-Athleten ermöglichte ihr das Training in der Schweiz. "Was die Zahl der Sprünge angeht, hatte ich überhaupt keine Einschränkungen. Das war schon klasse. Ich habe meine Sprünge stark verbessert und zwei neue einstudiert, die ich in diesem Winter aber noch nicht springen werde. Den Full-Tuck und den Lay-Tuck-Tuck", sagt Emma Weiß. Damit ist sie seit 26 Jahren die erste deutsche Kunstspringerin, die einen Dreifachsprung einstudiert hat. Die ersten drei Wochen Schnee-Training hat sie bereits in Saas Fee hinter sich gebracht, nun geht es in Finnland um die Detailarbeit. "Ich bin fit und fühle mich richtig gut. Leider haben wir in Ruka momentan etwas Probleme mit dem Wetter und können nur auf eine Einfach- und eine Zweifach-Schanze gehen. Nächste Woche soll es aber besser werden."

"Ich will das beste daraus machen"

Wie ihre Wettkampfplanung in dieser Saison aussehen wird, vermag Emma Weiß aufgrund der weltweiten Corona-Lage derzeit nicht zu sagen. "Das kann sich gefühlt jeden Tag ändern. Wir wissen ja noch nicht einmal, welche Wettkämpfe überhaupt stattfinden. Ich will einfach das beste draus machen." Nach dem Weltcup-Auftakt in Ruka sind Aerials-Wettbewerbe in Yarolslavl (16./17. Januar) und Moskau (23. Januar) angesetzt, ehe es in Übersee (Calgary/Kanada) und (Deer Valley/USA) weiter gehen soll.

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