Voller Festsaal bei Kleiderbörse des Frauenvereins Wyhlen. Foto: Rolf Rombach

Die ehemalige ESC-Sängerin Ela bot bei der Kleiderbörse des Frauenvereins einen Teil ihrer Garderobe an. Vom Erlös werden soziale Projekte unterstützt.

Die Frauenkleiderbörse des Frauenvereins Wyhlen im November 2024 in der Hochrheinhalle war bei ihrer Premiere in der Hochrheinhalle mit mehr als 100 Ständen bereits ein Erfolg. Durch die Sperrung der Hochrheinhalle musste die Wiederholung am vergangenen Samstag in das Haus der Begegnung gelegt werden. Für 56 Stände war Platz, 26 weitere Verkäufer verblieben auf der Warteliste. Wofür die Standgebühr und die Einnahmen aus den Verpflegungsständen verwendet werden, informierte eine Tafel am Eingang des Festsaals. Von A wie Ambulante Hospizgruppe bis W wie Waldkindergarten Wyhlen reichte hier die unvollständige Aufzählung.

 

Ein „Star“ zum Anfassen

Passend zur Garderobe hatte ein Stand auf der Bühne Platz: Der Tisch von Elżbieta Steinmetz, Frontfrau „Ela“ der ESC-Band „Elaiza“. Sie vertrat 2014 Deutschland beim größten Musikwettbewerb der Welt. Seit 2024 wohnt die im Saarland aufgewachsene Frau, die gebürtig aus der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew kommt, in Grenzach. „Ich bereue den Wechsel nicht. Es ist toll im Wald spazieren zu gehen, manchmal haben wir Rehe im Garten“, erzählt sie glücklich über ihre Wahlheimat, die sie durch die Liebe entdeckt hat. Inzwischen hat sie auf dem Neufeld in ihrem Haus ein Tonstudio, wohin nun andere Musiker kommen. Wer das ist, verrät sie diskret nicht. Aber die Singer-Songwriterin hat schon mit einigen bekannten Namen aus verschiedenen Genres zusammengearbeitet, darunter Helene Fischer, Michael Patrick Kelly und Culcha Candela, wie das Internetlexikon Wikipedia verrät.

Lob für Frauenverein

Doch obwohl „Ela“ ab September mit ihrem neuen Album „Pinke Plüschjacke“ auf Tour geht, stand ein anderes Projekt am Samstag im Fokus: Ihr Engagement für den Verein Kinderklinikkonzerte, für den Musiker ehrenamtlich auftreten und der Verein kleine Geschenke als nachhaltige Erinnerungen für die Patienten und ihre Familien organisiert. Ela nutzte den Tag „auf der Bühne“ im Haus der Begegnung um sich von einigen Kleidern und Accessoires zu trennen gegen eine Spende für die Kinderklinikkonzerte. „Die Feedbacks dort sind toll“, schwärmt sie von den Erfahrungen bei Auftritten in Krankenhäusern. Outfits, die sie auf der Bühne, bei der Bambi-Verleihung oder Galas getragen hat, warteten auf neue Besitzerinnen. Schon zu Beginn zeigte sich Ela beeindruckt von der Organisation des Frauenvereins. „Und ich darf ein Teil davon sein“, lachte sie im Gespräch mit unserer Zeitung, während eine Dame ein paar Scheine in die Spendenbox schiebt. Und natürlich durfte der Austausch mit den Besuchern nicht fehlen, die manchmal entweder nicht wussten, mit wem sie es zu tun haben, oder für die „Ela“ einfach die normale Nachbarin ist, die man nun eben beim Kleidertausch trifft. Insgesamt kamen 310 Euro für den guten Zweck zusammen, berichtete Ela am Ende der Veranstaltung.

Durchgehend viel los

Selbst ohne Promi-Faktor war viel los im damit beengten Festsaal. Jeder Stand hatte ein wenig seinen eigenen Stil in der Präsentation. Was alle zu schätzen nannten: Man konnte direkt miteinander verhandeln und herausfinden, woher die Sachen kamen. Mal mit der Freundin, oder auch wie im Fall von Elke und Sina Fendler im Duo Mutter/ Tochter. „Wir machen das seit Jahren gemeinsam“, berichten sie. Mal verkauft Sina mehr Stücke, mal Elke. Zu zweit zu sein hat auch weitere Vorteile: Man kann eine kurze Pause in der Kaffee-Stube im DRK-Raum mit leckeren

Torten bringen – oder Nachschub holen beim Aperol mit oder ohne Alkohol. Passend: An der „Bar“ stehen die jüngeren Mitglieder des Frauenvereins und werben um weiteren Nachwuchs. Denn die Aufgaben und Spendenziele werden dem Frauenverein auch im 70. Jahr seit der offiziellen Gründung nicht ausgehen.

Iwww.kinderklinikkonzerte.de und www.elasmusik.com