Gerade an Weihnachten sollten Konflikte gewaltfrei gelöst werden. (Symbolbild) Foto: Ulrike Schweizer

Die Frauenhilfe Freudenstadt macht auf die vielen Vorfälle an den Feiertagen aufmerksam und gibt Betroffenen Rat.

Weihnachten wird allgemein als das Fest der Liebe bezeichnet. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Statistiken zeigen, dass die Anzahl der Gewaltdelikte an Frauen und Kindern über die Weihnachtsfeiertage besonders hoch ist. Die Polizei verzeichnet jedes Jahr vermehrte Einsätze über die Feiertage, schreibt die Frauenhilfe Freudenstadt in einer Mitteilung.

 

Viele Familien verbringen die Tage auf engem Raum zusammen, sind vielleicht frustriert und enttäuscht, dass die finanzielle Lage die gewünschten Geschenke nicht möglich macht oder fühlen sich benachteiligt und sind unzufrieden, heißt es weiter. Schnell liegen dann die Nerven blank.

Opfer von Gewalt an Weihnachten sollten sich und ihre Kinder schützen, indem sie sich von Freunden oder Nachbarn helfen lassen und im Notfall die Polizei rufen, unter der Nummer 110, so der Rat der Frauenhilfe. Auch könne man sich an das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter der Nummer 116 016 wenden. Männer finden Unterstützung beim Hilfetelefon „Gegen Gewalt an Männern“ unter der Nummer 0800/123 99 00.

Weg aus der Gewalt

Personen, die selbst zu Aggressionen neigen, sollten sich nicht zu Gewalt hinreißen lassen, sondern rausgehen, zumindest in ein anderes Zimmer, etwas essen, trinken und durchatmen.Wenn im Freundeskreis oder der Nachbarschaft Anzeichen von Gewalt zu bemerken sind, solle man nicht weghören, sondern den Ausbruch unterbrechen. Eskaliert die Situation, sollte die Polizei gerufen werden.

Um langfristig einen Weg aus der Gewalt zu finden, gibt es die Beratungsstelle „Gegen Gewalt an Frauen“ der Frauenhilfe. Hier werden Frauen kompetent, vertraulich und kostenlos beraten. Diese ist über die Feiertage geschlossen. Sie ist geöffnet am Montag, 29. Dezember, von 15 bis 17 Uhr, am Dienstag, 30. Dezember und Freitag, 2. Januar, von 10 bis 12 Uhr. Ab Montag, 5. Januar ist sie von 9 bis 12 Uhr telefonisch erreichbar unter 07441/520 30 70.