Die Verkehrssituation in der Fischbacher Ortsmitte war mit Blick auf den dort verlaufenden Schul- und Kindergartenweg eines von vielen Themen beim Frauengespräch des Bürgermeisters. Foto: Albert Bantle

Breit gestreut waren beim gut besuchten Frauengespräch von Bürgermeister Martin Ragg im Landgasthof „Zum Mohren“ in Fischbach die angesprochenen und diskutierten Themen.

Im ersten Teil der Gesprächsrunde ging der Bürgermeister auf aktuelle kommunalpolitische Themen ein. Martin Ragg sprach die neue Apotheke in Niedereschach an und warb dafür, diese genau wie die vielen anderen Dienstleistungsbetriebe und Geschäfte vor Ort zu nutzen.

 

Die in Niedereschach vorhandene sehr gute Infrastruktur bezeichnete Ragg als „unheimlichen Schatz“, den es zu bewahren gelte. Das gehe nur, wenn man die vielen für eine Gemeinde der Größenordnung Niedereschachs „nicht selbstverständlichen“ Angebote und Einrichtungen nutze.

Was das seit Monaten heiß diskutierte Thema „Fußweg hinter dem Feuerwehrgerätehaus in Niedereschach“ betrifft, stellte Ragg klar, dass dieser Fußweg nach den geplanten Erweiterungsmaßnahmen am Gerätehaus wiederhergestellt wird und dann auch problemlos für Rollstuhlfahrer nutzbar ist.

Hausaufgaben aus dem Vorjahr erledigt

Mit Blick auf die „Hausaufgaben“, die Ragg beim Frauengespräch 2025 erhalten hatte, konnte der Bürgermeister vermelden, dass bei der Niedereschacher Schule das dort gewünschte Parkverbot eingerichtet wurde. Und auch der immer wieder vermüllte Containerplatz im Ortseingangsbereich von Niedereschach wurde verlegt, damit dieser von der Straße aus nicht mehr sichtbar ist. Ein fehlendes Ortseingangsschild von Schabenhausen in Richtung Kappel wurde wieder angebracht. Und beim seit Jahren in Niedereschach campierenden Zirkus zeichnet sich durch den Wegzug der dort wohnenden Zirkusfamilie nach Wismar eine Lösung ab.

Viele Wortmeldungen bei der Diskussion

Bei der Diskussionsrunde gab es viele Wortmeldungen. So wurde auf die Problematik des Schwerlastverkehrs im Bereich des Bühlweges und der Umfahrungsstraße für den steilen Schulberg in Fischbach hingewiesen. Auch die immensen Kosten für die aus Sicht der Frauen zu vielen 120 errichteten Fahrradstellplätzen an der Niedereschacher Schule wurden angesprochen und als „Steuergeldverschwendung“ kritisiert. Ragg machte klar, dass diese Stellplätze Teil der Baugenehmigung waren.

Nachgefragt wurde auch, wann die durch eingedrungene Feuchtigkeit derzeit nicht nutzbare Schulturnhalle in Niedereschach wieder nutzbar ist. Dies werde „nicht mehr lange“ dauern. Eine Hundehalterin regte an, statt der Plastikhundekotbeutel, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden, „abbaubare Tüten aus Erdöl“ zu verwenden. Kritisiert wurde auch, dass die Gemeinde ihre Abfallkörbe, die wöchentlich geleert werden, stets direkt neben den Ruhebänken platziert. In diesen Abfallkörben seien oft auch überriechende Stoffe, wie die Hundekotbeutel, die nicht gerade dazu einladen, auf den Ruhebänken zu entspannen.

„Schadensmelder“ vorgeschlagen

Angeregt wurde auch, dass die Gemeinde auf ihrer Internetseite einen „Schadensmelder“ einrichtet, in dem die Bürgerschaft von ihnen festgestellte Schäden und Mängel melden und deren Beseitigung anstoßen kann. Kritisiert wurde auch, dass auf den Friedhöfen der Gemeinde stets nur ein Abfallcontainer aufgestellt wird und dadurch keine Mülltrennung möglich ist. Beide Themen will Ragg mit seinen Amtsleitern besprechen.

Gelobt wurde die Gemeinde dafür, dass nun endlich der Schulhof in Fischbach saniert wurde. Angemahnt wurde einmal mehr, in der gefährlichen Fischbacher Ortsmitte für mehr Verkehrssicherheit und einen sicheren Fußgängerüberweg zu sorgen. Das sei ein Dauerthema, das die Gemeinde und auch die Experten der Verkehrsschau seit Jahren beschäftige und bislang nicht zufriedenstellend geklärt werden konnte.