Das Frauenorchester der Dauchinger Musikkapelle brachte den Sall zum Brodeln. Foto: Gertrud Hauser

Ein buntes Narrenvölkchen traf sich zur Dauchinger Frauen-Fasnet im Schwarzwälder Hof. Da hieß es Manege frei für Artistinnen und Musikerinnen.

Die Dauchinger Landfrauen stellten ihre beliebte Saal-Fasnet auf die Beine. Ganz nach dem Motto: „Was für ein Zirkus –Manege frei für die Landfrauen-Fasnet“ waren die närrischen Besucherinnen dementsprechend verkleidet. Da war alles dabei, was es in einem Zirkus gibt, vom Zebra über Leopard, Clown und Harlekin bis zu Zirkusdirektoren und Bauchladenverkäuferin.

 

Auch auf der Bühne war alles vertreten, ob Hunde-Dompteur, Zauberer, Bauchredner oder Clowns, natürlich gab es reichlich Stoff, was die Frauen so bewegt. Nicole Schleicher und Margrita Bahn wussten einiges zu berichten und waren froh, dass sie noch zwei Plätze bekamen, dank des Dauchinger Bürgermeisters, der auf Eintrittskarten verzichtet hatte.

Die beiden waren nicht nur die Moderatorinnen vom „Zirkus“, sondern Margrita brachte ihren eigenen „Floh-Zirkus“ mit, sehr zur Verwunderung ihrer besten Freundin Nicole, diese konnte es nicht fassen, dass Margrita ihren Flöhen Namen gab und ihnen Kunststücke beibrachte, bis einer das Weite suchte, auf einmal fing der Juckreiz an. Denn der entflohene Floh suchte sich einen anderen Nistplatz aus.

Corina Bühler brillierte wieder in ihrer Bütt und erzählte, wie es ihr ergangen ist, als sie in Dauchingen „Geblitzt“ wurde und gleich von der Polizei angehalten wurde, mit dieser sich zu „unterhalten“, hatte sie aber auch gar keine Lust.

Nicole Schleicher und Margita Bahn führten mit reichlich Witz und Charme durch das närrisches Programm. Foto: Gertrud Hauser

Wieso nicht bei einem Zirkus mal eine Hutmodenschau präsentieren? Dies taten einige Landfrauen und stellten ihre besonderen Hüte für jede Jahreszeit vor, da war die Frau von Welt mit einem Globus am Hut genau so zu bewundern wie das Modell Ravioli-Dose oder die Gießkanne, wie auch der stilisierte Christbaum, diesen Hut könne man gut auf dem Dauchinger Weihnachtsmarkt tragen, so der Ratschlag von Moderatorin Corina Bühler.

„Fußballett“ begeistert

Ohne Zugabe kam das „Fußballett“ nicht von der Bühne, dies begeisterte mit den zu Gesichtern umfunktionierten Füßen, die nach dem Takt von Hits wie dem „Fliegerlied (So ein schöner Tag)“ ihre Fußgesichter tanzen ließen. Die „Schönen Frauen“ vom Dorf wussten in ihren Songs allerhand vom Dorfgeschehen zu berichten. Petra Bertsche und Sabine Ositschan, erzählten von den Tücken der verabreichten Medizin, wie man diese anwenden sollte, nach mehreren Anrufen bei der Ärztin meinte diese, sie am besten in den wertesten Hintern zu stecken.

Wer die Feuerwehr braucht und bei der automatischen Sprechanlage landet, erlebt seine blauen Wunder, so hat der Apparat das Wort „Nachbar“ nicht gespeichert, und ist daher nicht für die Feuerwehr verwendbar, auch von dieser Tücke erzählten Sabine und Petra.

Tänzerinnen treten als bunte Papageien auf

Als bunte Papageien kamen einige Landfrauen auf die Bühne und begeisterten mit Showtänzen. Sie kamen ebenfalls ohne Zugabe nicht von der Bühne. Fehlen durfte in diesem Jahr auch nicht das „Frauenorchester“ der Musikkapelle Dauchingen, das den Saal mit Blasmusik zum Brodeln brachten. Mit im Geleit hatten sie die Dauchinger Neckartäle Waldhexen und die Teufel, die kräftig struhlten und sich unter die närrischen Frauen mischten.

Zum Ende des Zirkus bedankte sich die Vorsitzende Claudia Schleicher bei allen Akteurinnen, die wieder viel Mühe und Zeit in die Vorbereitungen investiert hatten. Ein großer Dank ging an die einzigen Männer im Hintergrund, die für den guten Ton verantwortlich waren, so Wolfram Köpp (Mikro) und Andreas Hartmann, der mit seinen musikalischen Einspielungen dafür sorgte, dass Stimmung herrschte, und diese war bombastisch. Für die Ausleuchtung war die FBS-Veranstaltungstechnik verantwortlich. Zudem dankte die Vorsitzende dem Bedienungs- und Küchenpersonal und der Hausherrin Ursula Heiser, die den Schwarzwälder Hof für zur Verfügung stellt.

Bis lang in die Nacht feierten die Frauen aus Dauchingen und Umgebung ihre „Frauenfasnet“, mit Schunkelliedern, Polonaise und Tänzen.