Jede Menge geboten war bei der Frauenfasnet im voll besetzten Katharinensaal in Niedereschach.
Hoch her ging es einmal mehr bei der Frauenfasnet im voll besetzten Katharinensaal. Nachdem die Eschach-Deifel dort bereits am vergangenen Samstag bei ihrem Deifelobed ein närrisches Feuerwerk abbrannten, erwies sich die traditionelle Fasnet der Frauengemeinschaft Niedereschach als einer der weiteren Höhepunkte der Niedereschacher Saalfasnet.
Durch das Programm führte in gekonnter Manier als Majestix, dem Häuptling der Gallier vom Stamme der Niedereschacher, Fischbacher, Kappeler und Schabenhauser, Pfarrer Frederik Reith.
Gleich zu Beginn während der Begrüßung durch Veronika Ettwein, stürmten Zunftmeisterin Tanja Bayer von der Narrenzunft, Zunftmeister Kai Burger von der Deifelzunft und der zweite Zunftmeister der Lehr-Hexen die Bühne und übergaben der Frauengemeinschaft voller Stolz den am Vormittag erbeuteten Rathausschlüssel und damit die Schlüsselgewalt über das Rathaus.
Für seine Größe ist das Auto viel zu klein
Sehr vieles über die Lebensgewohnheiten von Pfarrer Frederik Reith gab es beim Gesangsauftritt der Sene-Drosseln zu erfahren. Christian Müller-Heidt, Brigitte Hey, Regina Hildebrand, Leonie Link und Annette Flaig nahmen dabei den Pfarrer als großen Star-Wars und Asterix-Fan sowie als Fahrer eines für seine Größe viel zu kleinen Autos aufs närrische Korn.
Kein Auge trocken blieb beim Auftritt von Andrea Müller, Nicole Heinzelmann und Christine Vosseler. In einer Duschszene verdeutlichten sie dabei die großen und kleinen Unterschiede zwischen Mann und Frau beim Duschvorgang.
Für nachdenklich stimmende Ausführungen sorgte Pfarrer Reith als unbeugsamer Gallier, als er in gereimter Form die Zeit der Gallier mit der heutigen Zeit verglich und für mehr Menschlichkeit, mehr Miteinander, mehr Verzeihen und mehr Freundlichkeit warb. Klasse auch der Tanzauftritt von Elias Dinser und Marc Schmiedeknecht.
Versetzung mit dem Papst besprochen
Bei der Pilgerreise von Christian Müller-Heidt und Regina Hildebrand war es spannend zu erfahren, was sie gerne so alles mit dem Papst besprechen wollten. Unter anderem ging es auch darum, den Papst zu bitten, dass Pfarrer Reith nicht wie geplant versetzt, sondern in Niedereschach bleiben kann.
Den Saal zu Rocken brachte als Klavier-Virtuose in unnachahmlicher Manier Markus Bertsch. Grausige Reime, der Fischbacher Bagger-Europameister Robin Müller und eine ganz spezielle Beerdigung waren seine Hauptthemen.
Die unendliche Geschichte der Südumfahrung
Mit lustigen Akzenten rund um die Kommunalpolitik begeisterte Frank Rist. Er nahm nicht nur die unendliche Geschichte der Niedereschacher Südumfahrung aufs närrische Korn, sondern auch die Veganer und Vegetarier und will in Niedereschach eine neue Zunft, die Bock-Wurst-Zunft, gründen. Tränen flossen beim letzten Auftritt der Tanzfrauen der Frauengemeinschaft, die sich nun auflöst.
Beim großen Finale rief Monika Reich begleitet vom Applaus der Besucher noch einmal alle Akteure des Abends auf die Bühne.