Beste Laune hatten auch die sieben Zwerginnen, die der Frauenfasnet in Harthausen einen Besuch abstatteten. Foto: Karl-Otto Gauggel

Zum zwölften Mal feierten die „Bäsle“ ihre Frauenfasnet in der Harthauser Vetterstube. Das Programm rechnete mitunter mit dem – vermeintlich – starken Geschlecht ab und gab Einblicke in das Seelenleben einer „Nicht-mehr-jung-gebliebenen“ Dame.

Mit einem dreifach donnernden „Harthauser-Bäsle“ eröffneten die Organisatorinnen Tanja Ebner als „Bäsle vom Juhe“ und „Ober-Bäsle“ Yvonne Brendle die Frauenfasnet. Selbst in zwölfter Auflage hat diese nichts von ihrer Anziehungskraft verloren und das Vetterstüble im Obergeschoss der Festhalle platzte aus allen Nähten – wobei auch Närrinnen aus Winterlingen und Benzingen auszumachen waren.

 

Nach der Stärkung am Büfett stand einem abwechslungsreichen Programm unter dem Motto „Bäsle – Hoi, heut bleibt dr Ma alloi dahoi!“ nichts mehr im Wege. Kathrine Koch und Bärbel Kromer lockerten zu Beginn bei ihrem Sketch voller skurriler Missverständnisse die Lachmuskeln der Narrenschar quasi im Sekundentakt und erntete lautstarken Applaus. Den gab es auch für den Auftritt der Sängerinnen vom Chor Cum Deo, die bei ihren Liedvorträgen mit eingebautem Lokalkolorit begeisterten.

Von „knackigen Damen“ bis zum „Zwergentanz“ klatschten und tanzten die Närrinnen in Harthausen begeistert mit

Nach einer Saal-Polonaise las Melanie Mauz in der Bütt sowohl ihrem Ehemann als auch dem gesamten – nur vermeintlich starken – Geschlecht gehörig die Leviten, wobei ihre spitzen Pointen offenbar voll den Nerv der Närrinnen traf und immer wieder für Jubelstürme sorgten. Ganz andere Töne schlugen die als „ Knackige Damen“ auftretenden und ganz in schwarz gekleideten Fräuleins an, die bei ihrem Lied die Hoffnung auf einen Mann noch lange nicht begraben wollten. Erst nach einer Zugabe dürften Silvia Gauggel & Co wieder ausmarschieren.

Großen Anklang fand auch der Vortrag von Edeltraud Schwenold, die als „Nicht-mehr-jung-Gebliebene“ Einblicke in ihr Seelenleben gab und von den vergeblichen Mühen jung zu bleiben berichtete. Und auch beim abschließenden „ Zwergentanz“, wunderbar inszeniert von Maria Sauter und ihren Freundinnen, sprang der Funke abermals sofort auf die närrischen Bäsle über, die begeistert mit klatschten und tanzten.

Zwischen den Programmpunkten und noch lange danach sorgte DJ-Tommi, alias Thomas Morgenthaler, am Mischpult für die passende Musik – zu der bis in die späte Nacht mit viel Frauenpower ausgelassen gefeiert wurde.