Die jungen Elfen aus Linach (Stauseegarde) begeisterten mit ihrem flotten Tanz. Foto: Isabella Heimpel

Endlich nach drei Jahren Pause war es so weit: Die Frauenfasnet der Frauengemeinschaft im vollbesetzten katholischen Pfarrsaal zeigte sich wieder einmal als einer der Höhepunkte der Furtwanger Fasnet.

„Magischer Ball, Hexen, Zauberer, Feen überall“ – Eine Vielzahl von Narren in bunten Kostümen fand sich im Saal ein, als der Narrenmarsch erstmals nach langer Pause wieder hier erklang. Helmut Winterhalder sorgte wie all die vergangenen Jahre für gute Stimmung. Andreas Hehl, erstmals dabei mit Trompete und Gesang, unterstützte ihn an diesem Abend. Fee und Hexe (Stefanie Morys und Sabine Kienzler) begrüßten das Publikum, ein großer Zauberer (Karin Kienzler) musste leider krankheitsbedingt ausfallen. Zwei Mal war die Frauenfasnet online.

 

Viele eingesandte Fotos der Zuschauer konnte man im Foyer des Saales besichtigen. Nach der Begrüßung kam Miraculine aus Gallien und mischte ihren Zaubertrank (Pascale Moser): Staub, Spinnenbeine, ein Stück von Einsteins Hosenbund und vieles mehr sollen Frauenpower garantieren. Die jungen Elfen aus Linach (Stauseegarde) begeisterten mit ihrem flotten Tanz.

Hervorragende Stimmung herrschte bei der Furtwanger Frauenfasnet im Pfarrsaal. Foto: Isabella Heimpel

Zwei urige Hexen, Thea Nopper und Jaqueline Wehrle, hatten ihre magische Kugel dabei. Aber diese zeigte ihnen nicht den Blick in die Zukunft, vielmehr wurden die vergangenen coronafreien Jahre beleuchtet. Der Schmerz war groß und die Fasnet starb fast „ihren Heldentod“, denn „jegliche Rudelbildung“ war auch im letzten Jahr untersagt. „Trinkfest und arbeitsscheu, aber der Kirche treu“, so verabschiedeten sich die beiden in gewohnter Weise.

Missglückte Zaubersprüche

Katrin Disch und Regina Pfaff betraten in tiefer Trauer die Bühne: „Wieder mal sind wir allein, das ist kein Grund zum traurig sein“. Es folgte ein Tanz der Strohhansel: Magische Lichter verzauberten dabei die Bühne. Die Wetterhexen (Hirschkühe) begeisterten das Publikum mit ihren missglückten Zaubersprüchen. So regnete es weiße Mäuse, rote Rosen und Spinnen im Saal. „Wenn ich mol kei Hex wär“ hieß es bei den Neukircher Frauen. Danach begeisterten die Dance Devilz.

Annegret und Ingeburg (Andrea Klausmann und Daniela Seubel) sorgten für viel Heiterkeit mit ihrem Gespräch über den „funkelniegelnagelneuen Pfarrer, ganz ä lecker Kärlche“. Foto: Isabella Heimpel

Auch Annegret und Ingeburg (Andrea Klausmann und Daniela Seubel) fanden nach der langen Pause wieder den Weg nach Furtwangen und mussten feststellen: „Schöner ist das hier nicht geworden.“ Doch ein „funkelniegelnagelneuer Pfarrer, ganz ä lecker Kärlche“ hatte man gesichtet. Doch wer war denn die andere Stimme, welche aus dem Pfarrhaus erklang? Eine Frau?

Romantik im Beichtstuhl?

Man machte sich Gedanken, wo ein Pfarrer eine Frau kennenlernen könnte und kam zu dem Schluss: nur im romantischen, dunklen Beichtstuhl. Doch die Frauenstimme entpuppte sich als Alexa. Am Ende waren alle Akteure noch einmal auf der Bühne zu sehen, das Abschlusslied „Frauen sind stark, mal weich mal hart“ erklang, Stefanie Morys und Sabine Kienzler bedankten sich bei allen Beteiligten und die große Polonaise zog durch den Saal.