Eutingens Lisa Baderschneider – hier im Duell mit Käte Schäfer – erzielte das 1:1. Foto: Andreas Wagner

Das Derby zwischen dem SV Eutingen und dem SV Musbach in der Frauenverbandsliga war eine klare Sache. Zuvor hatte es bei den Musbacherinnen einen überraschenden Trainerwechsel gegeben.

SV Eutingen – SV Musbach 4:1 (2:1). Mit einem Paukenschlag beim Tabellenvorletzten SV Musbach ging es ins Derby beim Tabellenzweiten SV Eutingen. Bereits am Mittwoch hatte sich die Musbacher Vorstandschaft entschieden, sich von Cheftrainer Matthias Illg nach sechs Jahren Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu trennen.

 

Zwar hätte man sich, wie bereits im Februar besprochen zum Saisonende sowieso einvernehmlich getrennt, aber aufgrund der prekären Lage in der Tabelle zog man in Musbach noch vier Spieltage vor Schluss die Notbremse. Der bisherige Co-Trainer Benjamin King erklärt sich nach Anfrage von Musbacher Seite bereit, bis Saisonende interimsmäßig zu übernehmen. Und dann stand direkt das Derby an, noch dazu gegen den Tabellenzweiten.

Doch kaum lief das Derby, schien es, als trüge der Tapetenwechsel auf der Musbacher Bank Früchte, denn die Gäste gingen direkt mit der ersten wirklichen Aktion des Spiels überraschend durch einen gut herausgespielten Konter mit 0:1 in Führung.

Lücke gefunden

Dies war allerdings ein Weckruf für Eutingen, denn die übernahmen direkt das Zepter. Musbach stand zwar tief, doch noch einer guten Viertelstunde fand man die Lücke und Lisa Baderschneider glich aus zum 1:1. Die Eutinger Überlegenheit drückte sich auch in Zahlen aus, denn nach einer halben Stunde erhöhte Lea Furac auf 2:1 für die Gastgeberinnen.

In Durchgang zwei dauerte es bis zur 55. Minute, bis Eutingen durch Lenja Schmidt auf 3:1 erhöhte und damit für die Vorentscheidung sorgte. 20 Minuten vor Abpfiff stellte Julia Chrzanowski auf 4:1, bei dem es dann auch blieb.

„Eutingen war die Mannschaft mit mehr Ballbesitz, deutlich mehr Chancen und auch eine Nummer zu groß. Kein Vorwurf an mein Team, wir haben alles probiert, aber unterm Strich geht der Eutinger Sieg in der Höhe auch in Ordnung“, analysierte Musbachs neuer Cheftrainer Benjamin King die Niederlage.

Ähnlich äußerte sich auch Eutingens Co-Trainer Pascal Werner: „Wir waren bis auf das Gegentor am Anfang über die gesamte Spielzeit das bestimmende Team. Unsere Chancenauswertung hätte besser sein können, aber insgesamt war es zufriedenstellend.“

Alles beim Alten

Beim Blick auf die Tabelle bleibt Eutingen weiterhin vier Punkte vor Sindelfingen. Auch bei Musbach bleibt vorerst alles beim Alten. Fünf Punkte zum Tabellenzehnten Frommern, und auch fünf Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Derendingen, da alle drei Kellerkinder ihre Spiele am Wochenende verloren.

Für den SV Eutingen war das Spiel eines zum Selbstvertrauen sammeln, denn am Donnerstag steht das WFV-Verbandspokal-Finale zuhause gegen den VfB Stuttgart II an.