Oliver Essig, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Nordschwarzwald, (von links) Jasmina Hostert, MdB, Fraktionssprecherin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Bundestagsfraktion, Annkathrin Wulf, Fraktionsvorsitzende der SPD im Pforzheimer Gemeinderat, und Ines Wolf-Vetter, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald Foto: IHK / Michael Hasch

Ein politischer Austausch hat in der Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald in Pforzheim stattgefunden.

Die Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald empfing Jasmina Hostert, MdB und Sprecherin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Bundestagsfraktion, sowie Annkathrin Wulff, Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat der Stadt Pforzheim, zu einem intensiven Austausch über aktuelle Herausforderungen rund um Fachkräftesicherung, Vereinbarkeit und Chancengleichheit.

 

Im Gespräch mit Ines Wolf-Vetter, Leiterin der Kontaktstelle, und Oliver Essig, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald – zugleich Trägerin der Einrichtung – standen laut Pressemitteilung insbesondere die Förderung weiblicher Erwerbspotenziale, die Unterstützung von Unternehmen sowie die notwendigen, politischen Rahmenbedingungen für eine chancengerechte Arbeitswelt im Mittelpunkt.

Vielfältige Aufgaben der Kontaktstelle

Ines Wolf-Vetter stellte die vielfältigen Aufgaben der Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald vor: von der Beratung von Frauen in beruflichen Veränderungsphasen bis hin zur Begleitung von Betrieben, die familienbewusste Personalstrategien entwickeln oder gezielt Frauen fördern möchten. „Wir verstehen uns als Brückenbauerinnen zwischen Frauen und Wirtschaft“, betonte Wolf-Vetter. „Nur wenn beide Seiten in Bewegung kommen, können Potenziale sichtbar und nutzbar werden.“

Die beiden Politikerinnen unterstrichen die Bedeutung des Landesprogramms „Kontaktstellen Frau und Beruf“. „Die Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald leistet einen entscheidenden Beitrag, um Frauen beim beruflichen (Wieder-)Einstieg, in Gründungsvorhaben oder in Führungspositionen zu unterstützen – und damit das Fachkräftepotenzial in Pforzheim und der Wirtschaftsregion Nordschwarzwald zu sichern“, erklärte Annkathrin Wulff.

Zugleich wurde die Notwendigkeit einer Entbürokratisierung bei der Einrichtung betrieblicher Betreuungsangebote betont. „Nur so kann es gelingen“, so Jasmina Hostert, „Familienfreundlichkeit in Unternehmen noch besser umzusetzen – und nicht nur im Land, sondern bundesweit das Fachkräftepotenzial langfristig zu sichern.“

Ein weiterer zentraler Punkt im Gespräch war die Aktivierung der sogenannten „Stillen Reserve“ im Nordschwarzwald. Diese Gruppe – darunter viele gut ausgebildete Frauen – könnte laut Prognosen bis 2030 und darüber hinaus rund ein Viertel der aktuell fehlenden Fachkräfte in der Region stellen. „Das zeigt deutlich, wie wichtig es ist, Frauen den Weg in Beschäftigung zu erleichtern – durch flexible Betreuungsangebote, faire Strukturen und gezielte Beratung“, so Wolf-Vetter.

Wirtschaftliche Notwendigkeit

Der Besuch machte deutlich: Chancengleichheit ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. „Besonders durch gemeinsames Handeln von Wirtschaft, Politik und Beratungsstellen können Strukturen entstehen, die eine zukunftsfähige, familienbewusste Arbeitswelt ermöglichen“, fasst Oliver Essig nochmals abschließend zusammen.

Informationen über die Initiative gibt es im Internet unter www.frauundberuf-bw.de/nordschwarzwald