Svenja Fölmli (weiß-rotes Trikot) erzielt im letzten Saisonspiel das Freiburger Tor. Foto: Thomas Hess

Die Frauen des SC Freiburg haben am letzten Spieltag der Frauen-Bundesliga bei der SGS Essen 1:1 (0:0) gespielt. Die SC-Frauen beenden die Spielzeit 2025/26 auf Rang acht.

Im Stadion an der Hafenstraße trat der Sport-Club noch einmal vor einer großen Kulisse an: 5738 Zuschauerinnen und Zuschauer waren zum Saisonfinale gekommen, um ihre Mannschaft, die vor dem Spiel nur noch eine rechnerische Chance auf den Klassenerhalt besessen hatte, beim vorerst letzten Bundesligaspiel zu unterstützen.

 

Während die Punkteteilung für die Gastgeberinnen endgültig den Abstieg bedeutete, zeigte sich SC-Trainer Edmond Kapllani mit dem Auswärtspunkt zum Abschluss weitgehend zufrieden. „Wir haben die Saison mit einem 1:1 in Bremen begonnen und wir beenden sie auch mit einem 1:1. Wir haben hier teilweise guten Fußball gespielt, aber die Chancen, die wir hatten, zunächst nicht genutzt“, so der SC-Trainer.

SC Freiburg hält in Essen dagegen

In einer kampfbetonten Anfangsphase zeigten die Gastgeberinnen einen offensiven Beginn. Der Sport-Club hielt allerdings entschlossen dagegen. Tore fielen im ersten Abschnitt aber nicht. Einschließlich der Hinrundenpartie hatten beide Mannschaften schließlich die dritte torlose Halbzeit gegeneinander in dieser Saison absolviert.

Personell unverändert startete der Sport-Club in die zweite Hälfte. Die Freiburgerinnen blieben offensiv die aktivere Mannschaft und versuchten auch mit geduldigem Kombinationsspiel zu den nächsten Gelegenheiten zu kommen. Nach einer Stunde hatte sich aber bis auf einen Kopfball der Essenerin Beke Sterner nach einer Ecke erneut noch nicht allzu viel vor den beiden Toren getan. Bei den SC-Frauen waren zuvor Greta Stegemann und Alina Axtmann neu ins Spiel gekommen. Für Stegemann war es nach zehn Jahren die letzte Begegnung im SC-Trikot.

Das vorerst letzte Bundesligator für die Gastgeberinnen gelang schließlich nach einer weiteren Essener Ecke durch Beke Sterner (71.). Nach einem Kopfballduell reagierte die Mittelfeldspielerin am schnellsten und traf aus fünf Metern zur Führung für die SGS Essen.

Abschiedsgeschenk von Svenja Fölmli

Für die SC-Frauen hieß es nach dem Rückstand zunächst, weiter dagegenzuhalten, da die Gastgeberinnen weiter drängten. Ein Kopfball von Laura Pucks ging über das Tor (80.). Für den Sport-Club versuchte es Egli kurz darauf mit einem Schuss, der aber geblockt wurde.

Schließlich war es Meret Felde, die mit einem Pass auf die ebenfalls ins Spiel gekommene Svenja Fölmli den Ausgleich einleitete. Die Schweizerin umkurvte Sindermann und traf aus spitzem Winkel zu ihrem achten Saisontor unter die Latte (86.). Es war zugleich ihr Abschiedstreffer, denn auch die Angreiferin verlässt den Sport-Club nach dieser Saison und spielt künftig für die TSG Hoffenheim. Wie bereits vor zwei Wochen in Jena galt es nach dem Abpfiff aus Freiburger Sicht erneut einem abgestiegenen Gegner Trost und Beifall zu spenden. Nach 22 Jahren in der Frauen-Bundesliga muss die SGS Essen als Vorletzter erstmals den Gang in die 2. Liga antreten.

Der SC Freiburg beendete seine insgesamt 25. Bundesligasaison, die nach der Aufstockung erstmals 26 Spieltage umfasste, mit 34 Punkten auf einem ordentlichen achten Tabellenplatz.

Freiburg beendet Saison auf dem achten Platz

„Die Zeit ist sehr schnell vergangen“, sagte Edmond Kapllani nach seiner ersten Spielzeit als SC-Cheftrainer. „Auch wenn ich mir vielleicht noch mehr Punkte gewünscht hätte, haben wir für Furore gesorgt und viele gute Spiele gezeigt“, so der Coach. „Der Mannschaft gebührt ein Kompliment für ihre Einstellung und für das Engagement, das sie Woche für Woche gezeigt hat. Insgesamt bin ich deshalb mit der Saison auf jeden Fall zufrieden.“