Abteilungskommandant Steffen Albert erläutert, dass bei den Planungen des neuen Feuerwehrgerätehauses in Hüfingen funktionale Überlegungen, wie zur Zahl der benötigten Spinde, im Vordergrund stehen. Foto: Rainer Bombardi

Im Gremium wird hinterfragt, ob 20 neue Spinde für Frauen nötig sind. Der Kommandant erklärt die geplante Bestellmenge.

Im Hüfinger Gemeinderat vergeht derzeit kaum eine Sitzung ohne die Vergabe von Bauleistungen für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses. Sie erfolgen in der Regel alle problem- und diskussionslos. Ein wenig anders war dies, als es um die Anschaffung von 100 Feuerwehrspinden ging.

 

Den günstigeren von zwei Bietern hatte das Nebenangebot eines anderen Bieters um mehr als die Hälfte unterboten. Daniel Bucher (CDU) legte mit seiner Erfahrung als Feuerwehrangehöriger spontan sein Veto gegen dieses Angebot ein. „Wir tendieren zum günstigeren der zwei Hauptangebote, da dort das Material der Spinde langlebiger, stabiler und robuster ist", sagte er und erklärte, er habe die betreffenden Spinde vorab gesehen.

„Wir verlassen uns auf die fachliche Expertise,“ stimmten SPD, Freies Forum und LBU zu. Derweil störte sich Markus Leichenauer (CDU) an der Bestellmenge, die er insbesondere hinsichtlich der 20 für Feuerwehrfrauen vorgesehenen Spinden für überzogen hielt. „Wir planen und bauen Spinde für 100 Einsatzkräfte und sind gegen eine Salamitaktik“, entgegnete Bauamtsleiter Thilo Mayer. „Wir haben ein gängiges Modell gewählt und uns im Vorfeld bei der Aufteilung die entsprechenden Gedanken gemacht.“

Fünf Spinde sind zu wenig

Mayer sah angesichts der steigenden Zahl weiblicher Einsatzkräfte die geplante Ausstattung der Garderobe für die Frauen als notwendig an. Markus Ziganczuk, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, konkretisierte, dass die Feuerwehr in Hüfingen aktuell mehr als 60 männliche Einsatzkräfte, eine weibliche Einsatzkraft und rund 15 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr zähle. „Wir haben einige weibliche Jugendliche, die ihren Spind im Damenbereich beziehen können“, sagte er und bezeichnete einen Puffer von rund zwölf freien Spinden als nicht zu üppig. „Für die Damen sind fünf Spinde auf alle Fälle zu wenig“, ergänzte Ziganczuk, der darauf hinwies, dass sich die Spinde nach Bedarf relativ einfach zwischen Damen- und Männerbereich verschieben lassen.