Das Tragkraftspritzenfahrzeug der Abteilung Brittheim war als erstes in der Bochinger Straße im Einsatz. Foto: Schnurr

61 Rosenfelder Feuerwehrleute sind am Sonntagmittag zu einem Brand nach Brittheim gerast. Dort stand eine Fritteuse in Flammen. Eine Frau wurde verletzt.

Rosenfeld-Brittheim. - Der sonnige Rosenfelder Radtag wurde von Rauch überschattet: In Brittheim ist am Sonntagmittag ein Feuer ausgebrochen, bei dem eine Frau verletzt worden ist.

Laut Rosenfelds Feuerwehrkommandanten Günter Kopf wurde um 14.30 Uhr über die Zentrale Leitstelle Alarm gegeben: In der Bochinger Straße brannte es in einem Wohnhaus in Sichtweite der Allerheiligenkirche, wo eine Einkehrmöglichkeit für den Radtag aufgebaut worden war.

Sehr gute Einsatzzeit am Wochenende

Da ein Zimmerbrand ein Feuer der Stufe F4 ist, rückten bis auf Täbingen alle Rosenfelder Einsatzabteilungen an. Da wegen des Radtags ohnehin viele Feuerwehrleute im Ort waren, kamen rasch insgesamt 61 ehrenamtliche Lebensretter zusammen. Am schnellsten war die Abteilung Brittheim mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug da.

Insgesamt drei Trupps mit Atemschutzgeräten gingen in das Gebäude. Dort stellten die Feuerwehrleute fest, dass in der Küche des Hauses eine Fritteuse zu brennen angefangen hatte.

Fettbrand greift auf Holzdecke über

Die Flammen des Fettbrands hatten auch auf die hölzerne Deckenverkleidung übergegriffen. Zwar war das Feuer rasch gelöscht und die verkohlte Fritteuse nach draußen gebracht. Um die in der Zwischendecke schwelenden Glutnester bekämpfen zu können mussten die Feuerwehrleute aber zuerst die Decke aufsägen.

Zur Zeit des Brandes waren drei Menschen in dem betroffenen Haus. Alle drei konnten aus eigener Kraft auf die Straße laufen und wurden vom Roten Kreuz Rosenfeld versorgt, das wegen des Radtags.

Verbrennungen und Verdacht auf Rauchgasvergiftung

Während eine Person unverletzt blieb, bestand bei einem Mann Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Eine Frau hat sich Verbrennungen zugezogen und wurde vom Rettungswagen ins Balinger Krankenhaus gebracht.

Nach dem Einsatz wurden erstmals die erst am Vortagneu gelieferten Hygienesets für die Atemschutzträger erprobt, berichtete Kommandant Kopf: Ein Mannschaftstransportwagen holte die Ersatzkleidungen und Reinigungsmittel aus Heiligenzimmern, damit die Feuerwehrleute sich gleich umziehen konnten und nicht mit ihren verrußten, möglicherweise mit Schadstoffen kontaminierten Ausrüstungen wieder in die Fahrzeuge sitzen mussten.