Die Dreisam führt nach Niederschlägen und Tauwetter auch in hohen Lagen viel Wasser. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Mit Hilfe eines Mannes in Sicherheit gebracht. "Es gab nie eine Frau im Fluss."

Freiburg - Die Rettung einer vermeintlich in die über die Ufer getretene Dreisam gestürzten Frau hat sich als weniger dramatisch herausgestellt als zunächst angenommen. Eine junge Frau sei lediglich mit ihrem Rad auf dem Uferweg in Freiburg wegen der Überschwemmung nicht mehr weitergekommen und habe sich mit Hilfe eines Mannes in Sicherheit gebracht, sagte ein Polizist am Samstag.

Zunächst war man von einer Gefahrenlage ausgegangen. Eine Zeugin hatte nämlich der Polizei am Freitagmorgen gemeldet, dass sich eine Frau an einer Ufermauer im Fluss festhalte. Daraufhin rückten mehrere Feuerwehren, die Polizei, Rettungstaucher und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus. Doch die Suche blieb auch mit einem Helikopter erfolglos. Am Nachmittag meldete sich nach Angaben der Polizei jedoch eine weitere Zeugin. Sie gab an, beobachtet zu haben, wie ein Mann kurz vor dem Einsatz der Beamten eine junge Frau aus dem Wasser zog.

"Es gab nie eine Frau im Fluss", sagte der Beamte. Eine lebensbedrohliche Gefahr habe nie bestanden. Die Situation sei durch Übermittlungsfehler zwischen Zeugen und Polizei bedrohlicher erschienen als sie es in Realität gewesen sei.

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