„France Mobil“ Lektorin Adèle Guillou bei ihrem Workshop im OHG Nagold Foto: Manuel Virág

Für die achten Klassen des OHG-Nagold gab es auch dieses Jahr wieder einen Französischtag. Dieses Mal mit dabei: das Programm „France Mobil“.

Pünktlich zum Deutsch-Französischen Tag, konnten die Schüler der achten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasium Nagold (OHG) tief in die französische Kultur eintauchen. Am sogenannten Französischtag bot die Schule für alle, die das Fach gewählt haben, verschiedene kulturelle Workshops an.

 

Es gab einen Escape-Room, ein Musikangebot und ein Quiz, der geplante Theater-Workshop des Institut Français aus Karlsruhe fiel leider krankheitsbedingt aus. Dafür gab es aber Besuch von einer anderen besonderen Organisation.

„France Mobil“ kam mit dazu

Das deutsch-französische Programm „France Mobil“ kam dieses Jahr nach Nagold. Bei „France Mobil“ besuchen französischsprachige Lektoren ein Schuljahr lang Schulen in ganz Deutschland: circa 800 Schulen und damit etwa 110 000 Schüler jährlich.

Nun war auch das OHG dran. Lektorin Adèle Guillou animierte in ihrem Workshop spielerisch dazu, auf Französisch untereinander zu kommunizieren und etwas über die Kultur und Geografie französischsprachiger Länder zu lernen.

Guillou beim Erklären des Memory-Spiels Foto: Manuel Virág

Bei einer Art Memory-Spiel bekamen die Schüler beispielsweise zwei Karten, auf denen jeweils ein Merkmal eines bestimmten frankophonen Lands abgebildet war. Dann galt es einen Partner zu finden, welcher ebenfalls ein Merkmal dieses Lands besaß und die Karte zu gegen eine Eigene zu tauschen.

Bei einem Würfelspiel lernten sie außerdem, auf einfache Fragen wie „Wie heißt du?“ oder „Wo wohnst du?“ zu antworten, sich auf der Fremdsprache vorzustellen und kleine Dialoge zu führen.

Escape-Room auf Französisch

Auch gerätselt wurde natürlich auf Französisch. Lehrerin Heidi Watz leitete beispielsweise einen Escape-Room, bei dem es galt, durch das Lösen von Rätseln einen Code herauszufinden. Mit diesem Code konnte dann in ein Fahrradschloss eingegeben werden, um eine Schatztruhe zu öffnen.

Diese Truhe trug den wohl begehrtesten Schatz der Menschheitsgeschichte in sich: Schokolade. Vor allem dieses spielerische Lernen sei wichtig, um die Schüler für den Französisch-Unterricht zu begeistern, meint Watz. „Wir wollen zeigen, dass Französisch nicht nur Regeln, Grammatik und Ausnahmen sind, sondern dass es auch Spaß machen kann“, fährt sie fort.

Vom Barock bis zum Hip-Hop

Die Musik ist wohl eines der besten Mittel, um in die Kultur eines Landes einzutauchen. Musik- und Französisch Lehrerin Frederike Lutz veranstaltete deshalb einen Musik-Workshop. Dort sangen die Schüler Chansons, und analysierten französische Musikstücke von der Barockzeit, bis hin zum modernen Hip-Hop.

Auch für Lutz ist diese lebendige Art und Weise eine gute Abwechslung vom sonst eher theoretischen Französisch-Unterricht. Dadurch, dass man hier den ganzen Tag in der Kultur und Sprache sei, lerne man deutlich besser, findet sie.

Da alle Französischklassen der Klassenstufe Acht gemischt die Workshops besuchen, könnten die Schüler außerdem klassenübergreifend Beziehungen aufbauen.

Diese neue Teamchemie war besonders zum Schluss des Französischtags gefordert, als alle Workshopgruppen gegeneinander in einem Quiz zu den gelernten Themen antreten mussten.

Wohl eher Französisch-/Lateintag

Eigentlich heiße es ja Französisch-/Lateintag, erklärt Lehrerin Sabine Pröbius.Während die Franzosen ihre Workshops besuchten, kochten die Latein-Klassen im YOUZ gemeinsam mit ihren Lehrern Sabine Pröbius und Matthias Klatt römische Gerichte.

Natürlich nur mit den zu der Zeit typischen Zutaten, also überwiegend Gerichte aus Hülsenfrüchten und Hähnchen. Anderes Fleisch gab es nur als Besonderheit. Auch die Lateiner hatten an diesem Tag also eine gute Zeit und lernten die Kultur auf einer Sprache, die sowohl Franzosen als auch Lateiner verstehen: leckeres Essen.