Die Franziskusbühne, hier mit einem Teil der Darsteller, hat mit dem Aufbau zum Stück „Verwandte sind auch Menschen“ begonnen. Am Samstag, 8. November, ist die Premiere. Foto: Jochen Schwillo

Das Schwenninger Theaterensemble führt das Stück „Verwandte sind auch Menschen“ von Erich Kästner im Gemeindezentrum auf. Die Premiere ist am Samstag, 8. November.

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen zum neuen Stück der Schwenninger Franziskusbühne. Jetzt wurde im katholischen Gemeindezentrum mit dem Aufbau des Bühnenbildes zu „Verwandte sind auch Menschen“ von Erich Kästner und Eberhard Kleindorff begonnen.

 

Für die Schwenninger Freizeitmimen gehört Erich Kästner mit zu den Favoriten, die in den vergangenen Jahren regelmäßig zur Aufführung der Franziskusbühne kommen, weiß Christina Siefert von der Theatergruppe. Nach „Drei Männer im Schnee“ und „Die verschwundene Miniatur“ ist es jetzt das dritte Kästner-Stück an der Reihe, mit dem sich die 16 Schauspieler beschäftigen.

Bei der Suche nach einem neuen Stück habe man sich schließlich für den heute noch populären Schriftsteller entschieden, der für einen Humor stand, der eine Mischung aus Witz, Satire und Sarkasmus ist und der ihm als Mittel zur Lebensbewältigung galt, um gerade in der Nazizeit schwierige Themen wie Krieg und Zerstörung zu verarbeiten und seine geistige Freiheit zu bewahren. Da Erich Kästner im Dritten Reich nicht schreiben durfte, verwendete er das Pseudonym Eberhard Foerster beim Stück von „Verwandte sind auch Menschen“.

Überraschungen warten

Über die Handlung wolle man nicht zu viel verraten, sagt Markus Weber. Nur so viel, dass es um ein Testament geht, in dem ein sehr reicher, aber toter Mann verfügt hat, dass seine grässliche Verwandtschaft mehrere Tage zusammen verbringen muss, bevor das Testament in Kraft tritt. „Das Publikum darf sich also auf recht amüsante Vorstellungen freuen, in dem es noch die eine oder andere Überraschung geben wird“, kündigen Christina Siefert und ihre Kollegen an.

Das Stück ist in drei Akte aufgegliedert, und es gibt zwei Bühnenbilder. Froh sind die Akteure der Franziskusbühne, dass sie auf einen reichhaltigen Fundus zurückgreifen und auf das handwerkliche Geschick von Schreiner Joachim Rothfelder bauen können, der bereits im Vorfeld wieder aktiv war.

Mit der Rollenvergabe wurde in den Pfingstferien begonnen. Hier schaute die Gruppe beispielsweise, welcher Charakter auf die unterschiedlichen Darstellerinnen und Darsteller passt. Ab diesem Zeitpunkt gingen auch die Proben los.

Premiere am Samstag

„Jeder ging auf unterschiedliche Weise an die Arbeit“, so Christina Siefert. Zuerst nahmen alle Schauspieler das Stück gemeinsam auf, so wie bei einem Hörspiel, berichtet die Schwenningerin. Zum Texte lernen gab es Kopien der Tonaufnahmen und des Theaterstücks. Seit einigen Wochen probe man regelmäßig gemeinsam.

Jetzt freue man sich auf drei Vorstellungen im katholischen Gemeindezentrum an der Erzbergerstraße 11. Die Premiere ist am Samstag, 8. November, ab 15 Uhr. Die nächste Vorstellung folgt abends ab 19.30 Uhr. Außerdem gibt es am Samstag, 15. November, ab 15 Uhr und ab 19.30 Uhr weitere Aufführungen, auf die sich das Publikum freuen darf.