Im Spiel "Geheimnisgräberei" geht es ab September mit dem Tablet auf Spurensuche in der Abteilung Keltisches Fürstengrab Magdalenenberg im Franziskanermuseum. Foto: Museum

Franziskanermuseum: "Geheimnisgräberei" gibt virtuelle Einblicke in die Fundstücke vom Magdalenenberg

Die Besucher des Franziskaner-Museums in Villingen können sich ab September über eine neue Attraktion freuen.

Die Besucher des Franziskaner-Museums in Villingen können sich ab September über eine neue Attraktion freuen.

Villingen-Schwenningen. Aus einer neuen Perspektive beleuchtet das Franziskaner­museum die Geschichte der frühen Kelten: Die Besucher haben ab 1. September die Möglichkeit, sich spielerisch den Geschehnissen auf dem Grabhügel am Villinger Magdalenenberg zu nähern.

"Geheimnisgräberei" heißt das ­Augmented-Reality-Spiel, bei dem es mit einem Tablet in die Abteilung Keltisches Fürstengrab Magdalenenberg geht, um rund 2600 Jahre nach dem Tod des Keltenfürsten seine Welt zu erkunden und die Schätze der Grabkammer virtuell zu entdecken.

Das Spiel und die Handlung hat Projektleiter Peter Graßmann vom Museum zusammen mit dem Start-up-Unternehmen Numena, virtual reality architects aus Tuttlingen, und der Berliner Firma Archäologische Illustrationen, Visualisierung in Kunst und Wissenschaft, entwickelt. Mit Hilfe der Augmented-Reality-Technologie, eine computergestützte erweiterte Realität, eröffnen sie einen spannenden Zugang zur Archäologie. Den Startschuss am Bildschirm gegeben, befindet sich der Besucher in einer Konferenz mit der Archäologin Anna Wagner und versucht ihr zu helfen, die Funde zu rekonstruieren, die das Museum rund um das erhaltene Grab präsentiert. Jedes Rätsel beginnt mit einem der Augmented-Reality- Codes, die überall in der Abteilung verteilt sind. Es heißt, Chiffren zu entziffern, Zeichen zu entdecken oder Gegenstände zusammenzusetzen. Wer diese Aufgaben durch einen genauen Blick auf die Ausstellungsobjekte erfolgreich löst, sieht in einem 3D-Modell auf dem Tablet, wie der Gegenstand aus der Grabkammer ausgesehen haben könnte, sind doch nur noch Überreste vorhanden. Denn die geheimnisvolle Stätte am Magdalenenberg hatten Grabräuber geplündert, lange bevor sich die Archäologen auf die Suche nach den Schätzen machten. Die AR-Technik macht es möglich, diese verschwundenen Grabbeigaben virtuell darzustellen und Schritt für Schritt die Kammer wieder mit Schmuck, Gefäßen und Waffen zu füllen.

Und neben dem Spaß am Spiel kommt auch die Wissensvermittlung nicht zu kurz. Informationen zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Stand der Forschung, Grafiken und Fotos ergänzen die Spurensuche rund um das Fürstengrab.